Niederlage gegen Saarbrücken

Kickers haken den Aufstieg ab

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Schmerzhafter Nachmittag für Christos Stoilas (Mitte) und Niklas Hecht-Zirpel (rechts): Sie verloren mit den Offenbacher Kickers 0:2 bei Spitzenreiter Saarbrücken. Der OFC fiel auf Platz vier zurück und hat nur noch rechnerische Chancen, Zweiter zu werden.

Saarbrücken -  Zwischen Freude und Frust lagen gestern in Völklingen rund 150 Meter. Die Fans des 1. FC Saarbrücken feierten mit den Spielern das Erreichen der Aufstiegsrunde zur 3. Liga.

Die Spieler der Offenbacher Kickers mussten sich nach dem 0:2 und dem Aus im Rennen um Platz zwei in der Fußball-Regionalliga Südwest bittere Worte der Enttäuschung von ihren Fans anhören.

„Das war es, Mannheim oder Freiburg lassen sich das nicht mehr nehmen“, meinte ein tief enttäuschter Marco Rapp nach 92 Minuten, in denen der OFC zwar ordentlich mithielt, aber erneut einsehen musste, dass es gegen die Top drei der Liga nicht reicht in dieser Saison. Gegen Saarbrücken, Waldhof Mannheim und den SC Freiburg II holten die Kickers in sechs Partien nur einen von 18 möglichen Punkten. „Vor allem Mannheim und Saarbrücken sind einfach abgewichster, sie stehen hinten gut und gewinnen ihre Spiele“, erklärte Rapp den größten Unterschied.

„Glückwunsch an Saarbrücken, die mit Abstand beste Mannschaft der Liga hat es verdient, die Aufstiegsspiele zu erreichen“, meinte Oliver Reck. Der Trainer der Kickers musste im Saarbrücker Ausweichdomizil in Völklingen gestern Mittag auf fünf wichtige Akteure verzichten. Stefano Maier, Dennis Schulte und Serkan Firat fehlten gelbgesperrt, Ihab Darwiche (Gehirnerschütterung) und Ko Sawada (Sehnenreizung im Knie) mussten angeschlagen passen. In Maik Vetter (Bänderverletzung im Knöchel) nahm ein weiterer angeschlagener Akteur auf der Bank Platz. Dennoch hatten die Kickers nichts unversucht gelassen und waren bereits am Samstag ins Saarland gereist. Auch das Präsidium, Aufsichts- und Verwaltungsrat waren am Tag vor dem Spiel angereist und hatten den Abend gemeinsam verbracht. „Das war schon länger geplant“, berichtete Helmut Spahn. „Jetzt haben wir Planungssicherheit“, meinte der OFC-Präsident nach dem Abpfiff und kündigte an, „in den nächsten Wochen“ die Trainerfrage klären zu wollen. Alles deutet darauf hin, dass Reck am Freitag (19 Uhr) gegen den VfB Stuttgart II sein letztes Heimspiel als Kickers-Trainer absolvieren wird.

Das OFC-Zeugnis gegen FC Saarbrücken

Die Offenbacher kassierten gleich mit dem ersten gefährlichen Angriff des Tabellenführers das 0:1. Torjäger Kevin Behrens traf aus kurzer Distanz freistehend nach Vorarbeit von Tobias Jänicke (9.). Danach kam die neuformierte OFC-Elf etwas besser ins Spiel. „Die Bereitschaft war da“, resümierte Reck: „Aber der letzte Punch hat gefehlt. Wir haben derzeit einfach nicht das Glück, dass mal ein Ball über die Linie rutscht. Das müssen wir uns alles erarbeiten.“ Der OFC hatte bei hochsommerlichen Temperaturen zwar mehr vom Spiel, ließ gegen im Verwaltungsmodus agierende Saarländer aber seine Chancen durch Treske (34./39.) sowie Kirchhoff (35./38.) liegen.

In Durchgang zwei tat der 1.FC Saarbrücken weiterhin nur das Nötigste, aber das reichte, um bemühte Kickers zu kontrollieren. Die beste Chance vergab Dren Hodja mit einem Freistoß aus 20 Metern, der knapp am rechten Pfosten vorbeistrich. Effizienter blieben die Gastgeber. Behrens, der in der 42. Minute noch frei am stark reagierenden OFC-Torwart Daniel Endres gescheitert war, machte in der Nachspielzeit mit dem 2:0 endgültig den Deckel drauf. Wieder hatte Jänicke die Vorarbeit geleistet.

OFC zu Gast beim Tabellenführer Saarbrücken: Fotos

Was folgte, war Saarbrücker Ausgelassenheit – und Offenbacher Frust über ein sechstes Jahr Regionalliga Südwest, das nun ansteht. „Wir müssen alles analysieren und es besser machen“, meinte Sportdirektor Sead Mehic.

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8.18%
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3.99%
Marco Rapp
4.79%
Benjamin Kirchhoff
2.39%
Alexandros Theodosiadis
2.99%
Christos Stoilas
2.99%
Maik Vetter
1.99%
Serkan Göcer
0.99%
Florian Treske
0.79%
Varol Akgöz
1.59%
Semith Sentürk
0.79%

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