OFC Angreifer verlängert Vertrag und meldet sich gesund zurück

Jake Hirst hat Spaß bis 2021

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Jake Hirst (links) bleibt dem OFC treu.

Er ist die positive Erscheinung der Offenbacher Kickers schlechthin in dieser Saison und soll in den kommenden zwei Jahren eines der Gesichter des Fußball-Regionalligisten werden.

Offenbach – Kurz vor dem Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den SC Freiburg II hat Jake Hirst seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bis Juni 2021 verlängert.

„Ich bin froh, dass ich das getan habe und will jetzt positiv in die Zukunft schauen“, sagt der 22-Jährige über die Einigung in den Vertragsgesprächen, die zwischenzeitlich sogar einmal auf Eis gelegen hatten. Für Hirst („Ich habe mir Zeit genommen mit der Entscheidung, wollte mich einfach erst mal auf Fußball konzentrieren“) ist das längst abgehakt.

Jake Hirst spielt gern bei den Offenbacher Kickers

„Es macht Spaß, in Offenbach zu spielen, hier passt alles, ich habe bin hier super aufgenommen worden und habe die Chance bekommen, mich zu zeigen“, erklärt Hirst: „Nun will ich etwas zurückgeben.“ Mit großen Zielen will er sich zwar zurückhalten, „aber ich will mit dazu beitragen, dass wir in den kommenden zwei Jahren eine gute Geschichte mit dem OFC schreiben“, erklärte Hirst seine Motivation.

„Ich freue mich über die Vertragsverlängerung“, sagt OFC-Geschäftsführer Christopher Fiori: „Jake hat eine sehr positive Story geschrieben, er ist insgesamt ein sehr positiver Typ.“ Hirst sei ein Spieler, so Fiori, mit dem sich die Fans identifizieren könnten. Erfreut zeigt sich auch Daniel Steuernagel über den Deal mit dem kürzlich eingebürgerten gebürtigen Engländer. „Jake ist wie gemacht für unser System, er läuft sehr viel, ackert unheimlich, da ist mir gar nicht so wichtig, dass er immer trifft“, lobt der OFC-Trainer.

Hirst will gegen SC Freiburg II treffen

Wobei er nichts dagegen haben dürfte, wenn Hirst an seine Torquote der Hinrunde (8 Tore in 14 Regionalligaspielen) wieder herankommt. In den letzten zwölf Einsätzen traf der 22-Jährige, der vom Kreisoberligisten TSV Bad Nauheim gekommen war, nur noch einmal (am 2. Dezember beim 2:1 gegen den FCA Walldorf). „Darüber denke ich nicht nach, ich möchte einfach meine Leistung bringen“, betont Hirst. Dass die schleppenden Vertragsverhandlungen ihren Anteil an der Torflaute gehabt haben könnten, wollte er nicht ganz ausschließen.

„Ich habe das versucht auszublenden, aber jetzt ist es ja perfekt“, sagt der 1,96 Meter große Schlaks mit einem Grinsen, das auch Erleichterung verrät. Schon am Sonntag soll Hirst seine Stärken wieder einbringen. Die Grippe, die ihn beim 0:2 im Derby beim FSV Frankfurt ins Bett gezwungen hatte, ist kuriert. Das trifft sich gut, denn Steuernagel muss am Sonntag zwei neue Grippepatienten abhaken. Mittelfeldspieler Dren Hodja und Angreifer Varol Akgöz werden definitiv fehlen. Weitere Änderungen am Ende der Englischen Woche und nicht zuletzt nach der schwachen Vorstellung am Bornheimer Hang sind durchaus denkbar.

„Wir haben zweierlei gutzumachen: die Niederlage im Derby und das 1:2 im Hinspiel in Freiburg“, erklärte Steuernagel, der klarstellte, dass die Saison trotz zwölf Punkten Rückstand auf Platz eins nicht gelaufen sei. „Wir wollen die Entwicklung der Mannschaft vorantreiben“, betonte er: „Aber das wichtigste ist: Wir haben eine Verpflichtung, alles zu geben für unsere überragenden Fans.“

Von Jörg Moll

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