Spieler im Interview

Kampfansage von Kevin Pezzoni: „Wir schauen klar nach oben“

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Kevin Pezzoni im Interview.

Als Kevin Pezzoni im April sein letztes Heimspiel für den Regionalliga-Absteiger SC Hessen Dreieich absolvierte, verloren sich gerade einmal 359 Zuschauer im Sportpark.

Offenbach –  Drei Monate später feierte Pezzoni (30) vor 7041 Zuschauern einen 2:0-Heimsieg für seinen neuen Verein Kickers Offenbach gegen Ulm. Der ehemalige U21-Nationalspieler bot dabei als Innenverteidiger eine exzellente Leistung.

Sie dürften alle Zweikämpfe gewonnen haben, oder erinnern Sie sich an ein verlorenes Duell?

Eigentlich nicht, könnte also stimmen. Die Ulmer hatten, glaube ich, eine Halbchance. Aber die ganze Mannschaft hat das große Lob verdient, das war ein Sieg der Moral.

Hatten Sie beim Stand von 0:0 Bedenken, dass es nicht zum Auftaktsieg reichen könnte?

Wichtig war und ist, dass wir hinten gut stehen. Wir haben uns in der Halbzeit gesagt, wenn es nach vorne nicht klappt, müssen wir mindestens einen Punkt holen, die Null muss stehen.

Gleich nach der Pause, nach einer Ecke und einem Lattenkopfball von Ihnen, hat Moritz Reinhard das 1:0 erzielt.

Wir hatten die Woche im Training auch viele Standards geübt.

Was ist der größte Unterschied zwischen Ihrem letzten Verein, Hessen Dreieich, und dem OFC?

Das hier in Offenbach ist wieder Profifußball. Hier sind alle Profis.

Wie haben Sie die Atmosphäre im Stadion mit über 7000 Zuschauern wahrgenommen?

Phantastisch. Ein Riesenlob an die Fans. Das gibt es in der Regionalliga in ganz Deutschland nicht mehr, na gut, vielleicht noch bei Rot-Weiß Essen. Da gibt man als Spieler 110 Prozent, das macht einfach Riesenspaß, hier spielen zu dürfen. Ich glaube, diese Unterstützung bringt uns über die Saison drei bis fünf Punkte. Aber das heißt auch, dass wir den Fans und Leuten etwas schuldig sind und dafür in der Verantwortung stehen, dass wir es umsetzen.

Was ist von den Kickers noch zu erwarten?

Ich denke einiges. Auf alle Fälle geht es nur in eine Richtung. Wir schauen klar nach oben.

Das Gespräch führte Jochen Koch

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