Kickers Offenbach

OFC-Konzept: Dürfen Dauerkarten-Inhaber bei den Spielen ins Stadion?

Trikotpräsentation unter Ausschluss der Öffentlichkeit: Zugang Marco Fritscher (links) trägt im internen Testspiel das neue, mintfarbene Auswärtsshirt des OFC. Daheim werden sich die Kickers so präsentieren wie Dennis Huseinbasic (Mitte) und Leonidas Tiliudis (rechts), nämlich in klassischer Rot-weiß-Kombination mit einigen blauen Elementen wie beispielsweise dem Stadtwappen.
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Trikotpräsentation unter Ausschluss der Öffentlichkeit: Zugang Marco Fritscher (links) trägt im internen Testspiel das neue, mintfarbene Auswärtsshirt des OFC. Daheim werden sich die Kickers so präsentieren wie Dennis Huseinbasic (Mitte) und Leonidas Tiliudis (rechts), nämlich in klassischer Rot-weiß-Kombination mit einigen blauen Elementen wie beispielsweise dem Stadtwappen.

Fast alles war wie im Vorjahr, eine entscheidende Komponente fehlte diesmal allerdings: die Zuschauer. Der offizielle Trainingsauftakt des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach inklusive der Präsentation der neuen Trikots für die Saison 2020/21 fand gestern Corona-bedingt unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

  • Kickers Offenbach hat Konzept entwickelt
  • Dauerkarten-Inhaber sollen bei Spielen ins Stadion dürfen
  • Einzige Möglichkeit, um OFC-Spiele live zu sehen

Offenbach – Vor der vergangenen Spielzeit hatten noch mehr als 1000 Fans von der Haupttribüne des Sparda-Bank-Hessen-Stadions aus zugesehen, wie die Spieler auf dem Rasen ihre Übungseinheit absolvierten. Dieses Mal mussten sich die OFC-Anhänger mit einer Live-Übertragung im Internet begnügen. Und es ist weiterhin unklar, wann sie ihre Lieblinge das erste Mal wieder im Stadion anfeuern dürfen. Zwar beginnen die Kickers heute (10 Uhr) mit dem Dauerkartenverkauf, dessen Start eigentlich schon vor einigen Wochen hätte erfolgen sollen. Es gibt allerdings noch einige Fragezeichen, sagt Andreas Mohr, kaufmännischer Geschäftsführer des OFC. So haben die Kickers in den vergangenen Wochen ein Konzept entwickelt, das es ihnen ermöglichen soll, Heimspiele mit einer begrenzten Anzahl an Zuschauern zu absolvieren. Das Okay von Seiten der Politik steht aber noch aus. Man müsse unter anderem abwarten, wie die hessische Landesregierung reagiert, erklärt Mohr, gibt sich jedoch zuversichtlich. Es hätten im Stadion unter anderem bereits Begehungen mit Vertretern des städtischen Gesundheitsamtes und der Stadiongesellschaft (SBB) stattgefunden. Diese seien „positiv bewertet“ worden, auch weil beispielsweise im VIP- beziehungsweise Business-Bereich über eine Anlage alle 20 Minuten die Raumluft komplett ausgetauscht werde.

OFC: Dauerkarten-Inhaber bei Spielen im Stadion?

Gespräche gab es auch bereits mit dem Fanbeirat, berichtet Mohr. Allen Beteiligten sei klar, dass man wohl mit gewissen Einschränkungen wird leben müssen. Die Verantwortlichen der Kickers hoffen, dass zumindest alle Dauerkarten-Inhaber bei den Spielen ins Stadion kommen dürfen. In den vergangenen Jahren hatte der OFC jeweils rund 3 500 Saisontickets verkauft. 20 500 Zuschauer passen ins Stadion. Derzeit geht man davon aus, dass zum Saisonstart maximal 50 Prozent der Sitzplätze belegt werden dürfen, Stehblöcke geschlossen bleiben müssen und Gästefans keinen Zutritt haben. Eine Tageskasse wird es wohl nicht geben. Laut OFC ist die Dauerkarte nach aktuellem Stand die einzige Möglichkeit, ab September bei den Heimspielen dabei zu sein.

Bis morgen sollen die Kickers ihre Unterlagen bei der Regionalliga Südwest GbR einreichen. Deren Geschäftsführer Sascha Döther sagt dazu: „Wir haben die Klubs ermuntert, mit den verschiedenen Behörden in Kontakt zu treten, um die Möglichkeiten auszuloten, wie ab September wieder gespielt werden kann.“ Von einem „Hygienekonzept“ wie in den ersten drei Ligen könne jedoch keine Rede sein: „Das Thema ist weiterhin dynamisch. Was jetzt gilt, kann im September schon wieder anders sein.“ Man werde versuchen, den Vereinen zu helfen. Allgemeinverbindliche Vorgaben zu machen, sei aber aufgrund der Tatsache, dass der Liga Teams aus fünf Bundesländern angehören, schwierig.

OFC: Details werden noch besprochen

Weitere Details sollen Ende des Monats bei einer Telefon- beziehungsweise Videokonferenz mit den Klubvertretern besprochen werden. Unter Umständen geht es dann auch schon um den Spielplan. In der Vergangenheit hatte man stets die Planung der drei Profiligen abgewartet. Da diese jedoch diesmal spät dran sind, könne es sein, dass man den Spielplan der Regionalliga Südwest blockweise festlegt, sagt Döther.

Während die Festlegung der Punktspiele noch auf sich warten lässt, wurden bereits erste Tests vereinbart. Möglich sind derzeit nur Duelle mit Teams ab der Regionalliga aufwärts, ohne Zuschauer. So spielt der OFC am Samstag gegen die Spvgg. Greuther Fürth II und am Sonntag gegen den TSV Schott Mainz. (Von Christian Düncher)

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