OFC

Manolo Rodas besiegte einst Leroy Sané – „Standards sind meine große Waffe“

+
Freut sich, wenn er den Ball hat: OFC-Zugang Manolo Rodas (vorne, im Test beim FSV Groß-Zimmern) gilt als schneller, ballsicherer Flügelspieler, der gute Flanken schlägt. Er war schon im Winter als Zugang im Gespräch.

2014 stand der Zugang der Offenbacher Kickers mit der U19 des SC Freiburg im DFB-Pokalfinale dem FC Schalke 04 gegenüber – mit Leroy Sané. 

Offenbach – Zwar vergab er im Elfmeterschießen, Freiburg siegte dennoch 7:6. Die größte Karriere machte allerdings Sané, der inzwischen Nationalspieler ist – mit einem Marktwert von 100 Millionen Euro.

Und Rodas? Der mittlerweile 23-Jährige blieb in Freiburg, schaffte es allerdings nicht in den Profikader. „Ich habe oft oben mittrainiert, aber mir wurde gesagt, dass der Sprung von der 4. in die 1. Liga sehr groß sei und ich es lieber bei einem Zweit- oder Drittligisten versuchen sollte“, erzählt der gebürtige Offenburger.

Nach neun Jahren beim SC Freiburg („Ich habe dort seit der U14 gespielt“) wollte Rodas bei Drittligist FSV Zwickau den nächsten Schritt machen. Doch der Linksaußen kam nur zu zwei Kurzeinsätzen – für 17 Minuten. „Insgesamt war es für mich dort keine gute Zeit, auch wenn ich sehr viel gelernt habe“, resümiert der 1,69 Meter große Flügelflitzer. „Die Gespräche vor dem Wechsel waren super. Mit dem Trainer und dem Drumherum passte auch alles.“ Nicht jedoch mit der Spielweise.

Offenbacher Kickers: Das Gesamtkonzept hat Manolo Rodas überzeugt

„In Zwickau wurde fast jeder Ball lang gespielt“, berichtet Rodas und stellt klar: „Das ist nicht meine Art. Ich freue mich immer, wenn ich den Ball habe.“ Auch deshalb entschied er sich für den Wechsel zum OFC. „Die Rahmenbedingungen und das Gesamtkonzept haben mich überzeugt. Das Umfeld mit den Fans und dem Stadion gefällt mir – und die Art, Fußball zu spielen: körperlich, aber immer mit dem Ball.“

Es war ein Wechsel im zweiten Anlauf. „Als ich in Zwickau war, dachte ich im Winter darüber nach, einen Schritt zurück zu machen. Auch Offenbach war damals im Gespräch“, erzählt Rodas, der den OFC aus mehreren Duellen kannte. Drei Jahre lang war er für die U23 des SC Freiburg aktiv (82 Spiele, 14 Tore, 17 Vorlagen), zwei davon in der Regionalliga Südwest. „Das war eine sehr erfolgreiche Zeit.“ Der aktuelle Trainer der SC-Reserve, Christian Preußer, habe ihn am meisten geprägt, so Rodas.

Drei fußballerische Eigenschaften von Manolo Rodas: „Schnelligkeit, Ballsicherheit sowie Flanken“

OFC-Coach Daniel Steuernagel hebt vor allem drei fußballerische Eigenschaften des Neuzugangs hervor: „Schnelligkeit, Ballsicherheit sowie Flanken.“ Der Spieler selbst sieht sich unter anderem bei ruhenden Bällen besonders stark: „Standards sind meine ganz große Waffe.“ Und: Rodas fällt noch ein Jahr unter die U23-Regel, hat einen deutschen Pass, aber auch ecuadorianische Wurzeln. Sein Vater stammt aus dem südamerikanischen Land, in dem unter anderem noch die Großeltern leben.

Eine Anfrage vom ecuadorianischen Verband gab’s nie. Dafür spielte Rodas viermal für die U15-Auswahl des DFB. Als Freiburgs Reserve 2016 abstieg, ging er mit in die Oberliga und half dabei, die sofortige Rückkehr in die Regionalliga zu schaffen. „Damals passte alles“, sagt er. Und nun beim OFC? „Wir haben richtig Qualität im Kader. Wohin das führen wird, lässt sich nicht sagen. Ich bin aber guter Dinge.“

Von Christian Düncher

Lesen Sie auch

Große Trainer-Umfrage: Wer steigt auf? Saarbrücken Favorit, OFC weit vorne mit dabei

Der 1.FC Saarbrücken geht als Favorit in die Regionalliga-Südwest 2019/20. Doch der OFC ist der erste Saarbrücken-Herausforderer.

Nach Aalen, Ulm und Bahlingen: So weit ist es zu den Auswärtsspielen des OFC

Die Regionalliga Südwest startet in die Saison. Doch wie weit müssen die OFC-Fans zu Auswärtsspielen reisen? Wir geben einen Überblick.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare