Bei Sieg winkt Sprung auf Platz vier

Nach Gala droht Geisterkulisse in Freiburg

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Benjamin Kirchhoff (Mitte, gegen Ivica Banovic) erlebte mit dem OFC vergangene Saison in Freiburg ein 1:5-Debakel. Morgen wollen beide Teams ihre Serie von drei Siegen fortsetzen.

Offenbach -  Die kleine Siegesserie macht es möglich: Nach schlechtem Start sind die Aussichten für die Offenbacher Kickers plötzlich wieder rosig. Von Christian Düncher

Im Falle eines Sieges übermorgen (17 Uhr) beim SC Freiburg II würde sich der OFC in der Tabelle der Fußball-Regionalliga Südwest auf Platz vier verbessern und beste Werbung fürs TV-Spiel am Sonntag (15 Uhr) zu Hause gegen Topfavorit 1. FC Saarbrücken (5.) machen. „Wir haben live im Fernsehen ein Spiel nach Maß abgeliefert, das man selten sieht“, erinnert Geschäftsführer Christopher Fiori an die jüngste 7:0-Gala gegen den FSV Frankfurt. „Das hat uns insgesamt gut getan. “ Wiederholung gerne erwünscht. „Aber erst mal müssen wir in Freiburg etwas mitnehmen“, betont Fiori.

Daniel Steuernagel sieht es ähnlich. Dass gegen Saarbrücken demnächst erneut ein TV-Spiel vor große Kulisse ansteht, sei „schön“, so der Trainer. Der Fokus müsse aber auf Freiburg liegen. „Wenn nur ein Spieler nicht konzentriert ist, ist das schon zu viel“, warnt er, betont jedoch auch: „Ich glaube nicht, dass Saarbrücken bereits ein Thema sein wird.“ Und Bedenken, dass seine Spieler nach dem Kantersieg gegen Frankfurt abheben könnten, hat Steuernagel auch nicht. Das war schließlich auch nach dem 5:2 gegen Hoffenheim II kein Problem.

Ein solches könnte aber das stimmungsmäßige Kontrastprogramm werden. Da Freiburg die Begegnung aufgrund der Abstellung von U20-Nationalspieler Christoph Daferner verlegt hat, findet diese nun unter der Woche statt, mangels Flutlicht um 17 Uhr. Für viele OFC-Anhänger fällt die Auswärtsfahrt damit aus. „Das ist bitter für die Fans“, meint Steuernagel. Und für die Kickers, die sonst wieder ein „Heimspiel“ gehabt hätten, diesmal aber mit deutlich weniger Unterstützung auskommen müssen. Es ist eher mit einer Geisterkulisse zu rechnen.

Jake Hirst sieht darin aber kein Problem, auch wenn es natürlich wesentlich schöner sei, vor 7000 Zuschauern zu spielen. „Ich bin so geringe Kulissen ohnehin noch gewohnt“, scherzt der Überflieger, der vergangene Saison noch in der 8. Liga aktiv war, und verspricht zugleich: „Wir spielen auch für die Fans, die zu Hause bleiben müssen.“

Archivbilder

Bilder: OFC gastiert in Freiburg

Die Kickers, die bereits morgen nach Freiburg fahren, können wieder mit Kapitän Benjamin Kirchhoff planen, der nach einem kleinen operativen Eingriff wieder fit ist. Lediglich Ihab Darwiche (Muskelverletzung) fällt definitiv aus. Marko Ferukoski ist angeschlagen. Freiburg könnte theoretisch Spieler aus der ersten Mannschaft einsetzen, doch auch ohne diese wartet eine schwere Aufgabe. Oder wie es Steuernagel ausdrückt: „Ich erwarte ein interessantes und spannendes Spiel. Die Freiburger haben ebenso wie wir eine Miniserie mit drei Siegen hingelegt. Wer eine Spitzenmannschaft sein will, muss das aber auf Strecke bestätigen.“ Bedeutet: Der OFC will die Freiburger Serie brechen und seine Serie fortsetzen.

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