Kickers Offenbach

OFC-Plan: Flanken auf Regionalliga-Torjäger verhindern

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Die Kopfballstärke von OFC-Abwehrchef Kevin Pezzoni (rotes Trikot) wird auch in Walldorf nötig sein. Der 1,93 Meter große Verteidiger und Nebenmann Gerrit Gohlke (1,92) treffen auf Torjäger André Becker (1,97).

Es ist eine neue Situation für die Offenbacher Kickers unter der Leitung von Steven Kessler.

Offenbach - Dreimal betreute der 44-Jährige den OFC bisher in der Fußball-Regionalliga Südwest – jeweils gegen Teams aus der Abstiegszone. Heute (19.30 Uhr) wartet nun das erste Duell auf Augenhöhe. Die Kickers sind als Fünfter (21 Punkte) beim Sechsten FC Astoria Walldorf (20) zu Gast. In dieser Partie wird sich zeigen, ob die Mannschaft, die unter Kessler aus drei Spielen sieben Punkte bei 7:0 Toren holte, nach dem vorangegangenen Tief (nur ein Punkt und ein Tor aus vier Spielen) tatsächlich wieder stabil genug ist, um den Blick weiter nach oben zu richten.

„Der Tabellenstand ist für uns nicht wichtig“, sagt Kessler mit Blick auf die Walldorfer. „Dass die eine andere Qualität haben, ist aber klar. Das ist zudem der erste Gegner, der im Offensivbereich etwas anders spielt. Alle anderen sind im 4-4-2 angetreten.“ Im Gegensatz zur TuS RW Koblenz (4:0), dem FSV Frankfurt (0:0) und der TSG Balingen (3:0) agiere Walldorf mit einem „klassischen Stoßstürmer“, so Kessler. Und das durchaus erfolgreich. André Becker, der 1,97 Meter große Astoria-Angreifer, erzielte in zwölf Spielen bereits neun Treffer, führt damit die Torjägerliste der Regionalliga Südwest an.

OFC: Flanken sollen verhindert werden

Den OFC-Trainer lässt diese beeindruckende Bilanz aber äußerlich kalt. Er wird bei den Innenverteidigern Kevin Pezzoni (1,93 Meter) und Gerrit Gohlke (1,92 Meter) „gut aufgehoben sein“, sagt Kessler fast trotzig und stellt zudem klar: „Außerdem will er ja gefüttert werden.“ Bedeutet: Becker benötigt gute Flanken. Das wollen die Kickers verhindern. Ausgerechnet jetzt wird jedoch erstmals in dieser Saison Linksverteidiger Ronny Marcos (Jochbogenbruch) in der Anfangsformation fehlen. Bastian Kurz war daher gegen Balingen nach knapp 20 Minuten zum Einsatz gekommen und hat auch beste Chancen, abermals als Marcos-Vertreter aufzulaufen.

„Wir werden die Position eins zu eins ersetzen“, macht Kessler klar, dass es keinerlei Systemwechsel geben wird. Über Kurz sagt der Trainer: „Es war sehr positiv, wie er sich reingekämpft hat. Mitten in der ersten Hälfte ins Spiel zu kommen, ist immer schwierig. Er sorgt für Stabilität, hat einen Zug nach vorne und bringt daher alles mit, was man auf dieser Position braucht.“

Auf Stabilität setzt Kessler auch weiterhin innerhalb der Mannschaft. Viele Änderungen sind folglich nicht zu erwarten, zumal bis auf die noch länger ausfallenden Akteure fast alle fit sind. Lediglich der angeschlagene Niklas Hecht-Zirpel droht auszufallen. „Es wird kein großes Geschiebe geben. Wir setzen auf unsere Struktur“, betont der Trainer, der mit keinem allzu abwartenden Gegner rechnet. „Walldorf ist als Heimmannschaft eher in der Pflicht, das Spiel zu machen“, meint Kessler. „Wir werden sehen, wie die Raumaufteilung sein wird. Aber: Wie mutig werden sie gegen uns sein? Es wird interessant sein, zu sehen, was uns Walldorf entgegenstellt.“

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OFC hat einen Plan

In jedem Fall erwartet Kessler ein „gut organisiertes, strukturiertes Team, das wird eine harte Nuss. Aber wir haben einen Plan dabei.“ Wie der im Detail aussehen wird, verriet er freilich nicht.

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Klar ist: Mit spielerischen Mitteln alleine wird Walldorf kaum beizukommen sein, zumal die Plätze zu dieser Jahreszeit schwer zu bespielen sind. Die Kickers hatten das zuletzt zu Hause gegen Balingen gemerkt. Unter der Woche wurde zudem einmal auf Kunstrasen trainiert. Das sei aber lediglich am Anfang der Woche zum „Reinkommen“ gewesen, so Kessler. „Das hat uns nicht behindert.“

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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