Regionalliga Südwest

OFC landet auf Platz acht – Sobotzik äußert sich zu Saison-Abbruch

Warten auf den Jubel: Für Kickers Offenbach ist die Spielzeit 2019/2020 vorbei. 
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Warten auf den Jubel: Für Kickers Offenbach ist die Spielzeit 2019/2020 vorbei. 

Die Saison 2019/20 in der Regionalliga Südwest ist beendet. Kickers Offenbach stehen dennoch spannende Wochen bevor.

  • Die Saison für die Kickers Offenbach ist beendet
  • Der OFC lag zuletzt auf Platz acht
  • OFC-Geschäftsführer Sobotzik kommentiert die Entscheidung

Offenbach – Dass die Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest abgebrochen werden soll, darauf hatten sich die Klubvertreter mit der Regionalliga Südwest GbR bereits verständigt.

Nachdem der DFB-Bundestag am Montag juristische Klarheit gebracht hatte, meldeten die siebenköpfige Gesellschafterversammlung und die Spielkommission am Dienstagabend (26.05.2020) Vollzug: Der Spielbetrieb wird aufgrund der Corona-Krise vorzeitig beendet. Der 1. FC Saarbrücken, zum Zeitpunkt der Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie mit sechs Punkten Vorsprung Tabellenführer, wurde zum Meister erklärt. Kickers Offenbach beendet die Spielzeit auf Rang acht.

OFC-Geschäftsführer Sobotzik sieht Saisonabbruch auch positiv

„Das Gute ist, dass jetzt zumindest weitestgehend Fakten für die aktuelle und kommende Saison geschaffen wurden“, kommentierte OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik die Entscheidung. „Über die sportlichen und wirtschaftlichen Entscheidungen wird sicher noch zu reden sein“, betonte er. Den Kickers gingen durch den vorzeitigen Abbruch die Einnahmen von sechs Heimspielen flöten, darunter die Hessenderbys gegen den TSV Steinbach-Haiger, den FSV Frankfurt, den FC Gießen und das Duell gegen Meister 1. FC Saarbrücken.

Die Saarländer, seit August Tabellenführer, hatten nach allen Berechnungsmethoden, also auch der sogenannten Quotientenregel, die Nase vorne. „Wir gratulieren zum verdienten Aufstieg in die 3. Liga“, erklärte der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann.

Liga-Abbruch wegen Corona-Beschränkungen

Die Gremien hatten den Abbruch damit begründet, dass die Verordnungen der Landesregierungen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Bayern über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 weiterhin umfassende Beschränkungen vorsehen, die die Austragung von Fußballspielen unterhalb der 3. Liga flächendeckend nicht möglich machen. Die siebenköpfige Gesellschafterversammlung und die drei Mann starke Spielkommission traf auch alle übrigen relevanten Entscheidungen. Demnach wird es keine Absteiger geben, dafür vier Aufsteiger.

OFC erwartet Mammutaufgabe in kommender Spielzeit

Neben den ebenfalls nach der Quotientenregel ermittelten Meistern der Oberligen Baden-Württemberg (VfB Stuttgart II), Rheinland-Pfalz/Saar (TSV Schott Mainz) und der Hessenliga (Eintracht Stadtallendorf) steigt auch der KSV Hessen Kassel auf. Der Tabellenzweite der Hessenliga setzte sich nach Anwendung der Quotientenregel gegen die Zweiten der Oberligen Baden-Württemberg (1. Göppinger FV) und Rheinland-Pfalz/Saar (1. FC Kaiserslautern II) durch. Die Austragung der Qualifikationsrunde war wegen der Corona-Beschränkungen ebenfalls unmöglich geworden.

Somit wird die kommende Spielzeit mit 22 Teams zur Mammutaufgabe. Wann und vor allem unter welchen Voraussetzungen die neue Saison beginnen kann, darüber wird die Spielkommission erst noch intensiv beraten.

Von Jörg Moll

Vor der Entscheidung des Gremiums hatte sich OFC-Geschäftsführer Sobostzki für ein neues Liga-System ausgesprochen. Allerdings ohne Erfolg.

Der OFC krempelt kräftig um. Trainer und Geschäftsführer zeigen, dass sie nicht allzu viel von der Kaderplanung ihrer Vorgänger halten. Von 13 Neuzugängen im Kader der Kickers sind schon 10 wieder weg.

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