OFC-Präsident übt Kritik an Reck

Spahns knallharte Abrechnung

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Florian Treske setzt zum Fallrückzieher gegen Mannheims Mete Celik an. Der Mittelstürmer kam für den verletzten Ihab Darwiche ins Spiel. Varol Akgöz (rechts) zeigte sich über seine Jokerrolle nach zuvor fünf Startelfeinsätzen überrascht.

Offenbach - Das bittere 0:1 gegen Waldhof Mannheim und die dadurch auf ein Minimum gesunkenen Chancen auf Platz zwei in der Fußball-Regionalliga Südwest haben die Verantwortlichen der Offenbacher Kickers längst nicht aus den Kleidern geschüttelt. Von Jörg Moll 

Helmut Spahn, der Präsident der Kickers, gewährt Einblicke, was die angekündigte Analyse beinhalten wird. Auf dem Weg zum Flughafen, wo er die Maschine be-stieg, die ihn zu seinem Arbeitsplatz beim Weltfußballverband FIFA in Zürich bringt, sinniert Präsident Helmut Spahn über die Gegenwart und die Zukunft von Kickers Offenbach. „Wir waren bis auf wenige Spieltage immer auf einem der ersten zwei Plätze, wenn man realistisch ist, muss jetzt Mannheim eher Freiburg fürchten als uns“, ärgert er sich: „Wenn wir in Saarbrücken nicht gewinnen, war es das.“

Für die Zukunft des OFC regt er einen ideellen Kurswechsel an. „Brust raus, wir stehen auf Platz zwei - diese Selbstverständlichkeit hat mir etwas gefehlt“, sagt er mit Blick auf die Auftritte in den letzten drei Heimspielen, in denen der OFC nur einen Punkt holte. Was klingt wie eine schonungslose Analyse der Situation, gerät dabei zur knallharten Abrechnung - vor allem mit dem Trainer. „Natürlich war Mannheim für uns eine Art Endspiel, wir hätten es bei einem Sieg selbst in der Hand gehabt“, entgegnet er Oliver Recks Argumentation vor dem Showdown am Samstag. Ebenfalls nicht mehr hören mag Spahn der Verweis darauf, „dass andere Mannschaften mehr Budget haben“.

Selbst die taktische Aufstellung sorgt für Verdruss. „Der Trainer trifft die Entscheidungen“, sagt Spahn: „Aber ich hätte mir eine offensivere Aufstellung mit einem Stürmer gewünscht.“ Auch Varol Akgöz, zuvor fünfmal in Folge in der Startelf und dreimal Torschütze, zeigt sich überrascht über seinen Bankplatz: „Ich wusste jedenfalls nicht, dass ich nicht spiele.“ Missfallen haben Spahn auch Aussagen nach dem Spiel, etwa von Kapitän Daniel Endres, der einen „dominanten OFC“ gesehen hatte. „Im Fußball zählen Ergebnisse“, entgegnet er nüchtern.

Das OFC-Zeugnis gegen Waldhof Mannheim

Die „intensive Analyse“ mit Sportdirektor Sead Mehic und Reck werde wie angekündigt nach dem 36. Spieltag stattfinden. „Der Trainer steht bis 30. Juni unter Vertrag, wir spielen mit ihm die Saison zu Ende“, stellt er klar: „Oliver Reck hat einen Riesenjob bei uns gemacht, in der Rückrunde seiner ersten Saison, vor allem in der extrem schwierigen vergangenen.“ Fakt sei aber auch, „dass wir in dieser Saison fast immer auf Platz zwei standen und das unser Anspruch sein muss“.

In der Zukunft müsse der OFC dies klarer herausstellen. Dafür wollen die Verantwortlichen auch finanziell Weichen stellen. „Wir werden nicht mehr Geld ausgeben, als wir haben“, betont Spahn, „aber wir versuchen, das Budget zu erhöhen“. Angestrebt sei eine Erhöhung um bis zu 50 Prozent des seit-herigen Etats. Denkbar ist, dass der OFC dafür nach der Sparda Bank Hessen weitere Partner für die Profi GmbH gewinnt. „Wir sind in Gesprächen“, orakelt Spahn.

Bilder: OFC empfängt Mannheim zum Spitzenspiel

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Florian Treske
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