Kickers empfangen den SC Freiburg II

OFC will Revanche für „rabenschwarzen Tag“

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Der OFC will Revanche für einen „rabenschwarzen Tag“, als es gegen den SC Freiburg II eine 1:5-Niederlage gab.

Offenbach -  Zwei Siege, ein Remis – die Offenbacher Kickers sind 2018 noch ungeschlagen. Am Samstag (14 Uhr) gastiert nun allerdings im SC Freiburg II die Mannschaft am Bieberer Berg, bei der es in der Hinrunde die bislang höchste Niederlage der Saison gab. Von Christian Düncher 

Negative Erlebnisse bleiben oft lange in Erinnerung. Den 2. September 2017 hat Marco Rapp aber schnell verdrängt. Es war der Tag, an dem der Mittelfeldspieler mit den Offenbacher Kickers die erste Saison-Niederlage kassierte. Und die fiel mit 1:5 beim SC Freiburg II deutlich aus. Ein Thema sei die Partie vor dem Rückspiel am Samstag aber nicht, betont Rapp.

Die Kickers hätten damals einen „rabenschwarzer Tag“ gehabt, „Rachegelüste gibt es bei uns aber keine“. So etwas sei auch nicht hilfreich, sagt Rapp: „Ich denke, das geht dann eher schief.“ Beim OFC hofft man gleichwohl, dass die Revanche gelingt, denn nur mit einem Sieg kann der zweite Platz aus eigener Kraft verteidigt werden. „Wir wissen, was auf uns zukommt, wollen aber die drei Punkte hierbehalten“, so Rapp.

Die Kickers setzen im Topspiel des Zweiten (24 Spiele, 49 Punkte) gegen den Vierten (23/41) auf ihre Heimstärke. „Wir werden wie immer versuchen, die Zuschauer mitzunehmen“, sagt Trainer Oliver Reck. „Das hat zumeist geklappt.“ In der Tat: Diese Saison gab es erst eine Heimniederlage – gegen Spitzenreiter 1.FC Saarbrücken (1:2). Freiburg verlor im ersten Spiel des Jahres 2:3 bei den Saarländern. In der letzten Partie vor der Winterpause hatte es ein 2:0-Erfolg gegen Mannheim (3.) gegeben, zuletzt ein 0:0 gegen den VfB Stuttgart II. „Wie bei allen zweiten Mannschaften sind die Freiburger Spieler sehr gut ausgebildet. Wir müssen zudem damit rechnen, dass sie sich gegen uns mit Spielern von oben verstärken“, sagt Reck, stellt jedoch klar: „Das sollte nichts an unserem Spiel ändern.“

Bilder: OFC gastiert in Freiburg

Ohnehin betont der Coach: „Es gibt bei uns kein Jammern.“ Weder über den Zustand des Rasens („Wir sind nicht im Mai, sondern im Februar“), noch über Ausfälle („Das sind Ausreden“). Reck interessiert nicht, wer fehlt, sondern nur, wer dabei ist. Und diesbezüglich könnte es eine Entspannung geben. Ein Trio nahm gestern nämlich wieder am Training teil. Oder wie es Reck überspitzt ausdrückte: „Sie haben ihre Krücken in die Ecke geschmissen und auf dem Platz Gehversuche gemacht.“

Mittelstürmer Florian Treske, der wegen Achillessehnenproblemen dieses Jahr noch nicht im Einsatz war, hatte vor dem Training ohne sichtbare Probleme Tischtennis mit den Kollegen gespielt. „Was er an der Platte macht, ist mir egal“, so Reck. Treske war zuletzt etwas krank, daher müsse man die Trainingseindrücke abwarten. Niklas Hecht-Zirpel (bekam Flüssigkeit aus dem Knie entfernt) und Ihab Darwiche (muskuläre Probleme) hatten hingegen nur kurz gefehlt. Bei ihnen ist ein Einsatz folglich wahrscheinlicher. Und Rapp ist ohnehin fit: „Ich fühle mich gut und denke, dass sieht man auch.“ In Kassel war er einer der Besten. Am Samstag ist er besonders als Stratege gefordert: „Wir müssen schlau spielen, mit Kopf.“

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