Homburg ist für Göcer „kein gewöhnlicher Aufsteiger“

Saarland-Experte warnt die Kickers

+
Serkan Göcer (vorne) hat gute Chancen, zum dritten Mal in Folge in der Startelf des OFC zu stehen. Ihab Darwiche (dahinter, mit Dreieichs Zubayr Amiri) muss sich wohl noch gedulden.

Offenbach - Zweimal in Folge stand Serkan Göcer zuletzt in der Anfangself der Offenbacher Kickers. Beide Spiele gewann der OFC. Heute (19.30 Uhr - wir berichten im Liveticker) wird bei Tabellennachbar Homburg der dritte Sieg hintereinander anvisiert. Von Christian Düncher 

„Das wäre schön“, sagt Göcer, warnt jedoch vor dem Gegner, der als Aufsteiger bisher eine gute Runde spielt. Serkan Göcer kennt sich bestens aus im Saarland. Der Defensivspieler der Offenbacher Kickers, der unter anderem bereits für die SV Elversberg und den 1.FC Saarbrücken aktiv war, weiß genau, was sein Team heute (19.30 Uhr) in der Partie beim FC Homburg erwartet: „Das ist kein gewöhnlicher Aufsteiger, die haben Qualität.“

Der Blick auf die Tabelle bestätigt das. Mit 26 Punkten aus 16 Spielen ist der Ex-Erstligist Tabellensechster – direkt hinter dem OFC (27). „Homburg ist gut in die Saison gestartet, im Gegensatz zu uns“, sagt Trainer Daniel Steuernagel und nennt einen weiteren Unterschied: „Wir haben zuletzt gut gepunktet.“ In Zahlen ausgedrückt: Der OFC sammelte in den vergangenen fünf Spielen elf Zähler, Homburg nur fünf.

Der FC sei aber heimstark, weiß Steuernagel. „Sie haben viele Punkte zu Hause geholt.“ Nämlich 15 von 26. Die Kickers treten hingegen als drittbestes Auswärtsteam der Liga an. Kein Wunder, dass Göcer ein „offenes Spiel“ erwartet. „Ich habe Bock darauf. Er wäre schön, wenn wir auswärts einen Sieg feiern könnten.“ Es wäre der dritte in Serie. Im Optimalfall hätte das den Sprung auf den dritten Platz zur Folge.

Homburg sollte aber nicht nur aufgrund seiner Heimstärke ernst genommen werden. „Sie haben zwei Spieler, die viele Tore schießen – wie bei uns Serkan Firat und Jake Hirst“, warnt Steuernagel und meint damit Christopher Theisen (8) und Patrick Dulleck (6). Die Defensive der Kickers kann sich jedoch sehen lassen: 17 Gegentreffer sind der zweitbeste Wert der Liga. Nur zweimal kassierte der OFC bislang mehr als ein Tor. Und in der Regel verteidigen die Kickers auch bis zum Abpfiff aufmerksam. In den letzten 15 Minuten habe sein Team nur vier Gegentore zugelassen, merkt Steuernagel an. „Drei davon haben uns sechs Punkte gekostet.“

Auch aus diesem Grund hinken die Offenbacher Spitzenreiter Mannheim (35) hinterher. In den Topspielen hat der OFC aber „gut gepunktet“, betont Göcer. Nur beim Tabellenvierten SSV Ulm gab es eine Niederlage. Gute Voraussetzungen also für das Duell beim FC Homburg, bei dem Offenbachs „Saarland-Experte“ trotz des mageren Ertrags aus den vergangenen fünf Begegnungen keine Krisenstimmung vermutet. „Homburg hat nicht den Druck wie Saarbrücken und Elversberg“, erklärt Göcer. Und: „Homburg hat eine eingespielte Truppe, die nach dem Aufstieg weitestgehend zusammengeblieben ist.“ Auch zwei Ex-Offenbacher sind dabei: Kapitän Christian Telch und Konstantinos Neoytos. Vor der Saison wechselte zudem Co-Trainer Joti Stamatopouos von den Kickers zum FCH. Und der beobachtete den OFC diese Saison bereits mehrfach. Umgekehrt gilt das freilich auch. Die Kickers wollen sich aber nicht zu sehr am Gegner orientieren, sondern versuchen, das eigene Spiel durchzuziehen. Gegen Worms war das zuletzt trotz des 2:1-Sieges nur phasenweise gelungen. „Im Gegensatz zum letzten Spiel müssen wir unsere Chancen besser nutzen und es schaffen, über 90 Minuten konzentriert zu sein“, fordert Steuernagel.

Kickers gegen Wormatia Worms: Bilder

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare