Zurück auf Platz zwei

Kickers setzen dickes Ausrufezeichen

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Offenbacher Muskelspiele: Serkan Firat (Mitte) jubelt nach seinem Führungstor mit Vorlagengeber Niklas Hecht-Zirpel (rechts). Jan Hendrik Marx (links) und Ihab Darwiche (verdeckt) machen beim originellen Jubel mit.

Offenbach - Einen Rivalen um die Aufstiegsrelegationsplätze klar distanziert, den zweiten Platz von Waldhof Mannheim zurückerobert und im zwölften Heimspiel der Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest den zehnten Sieg gefeiert: Von Jörg Moll 

Viel besser als der OFC beim 3:0 gegen die SV Elversberg kann man nicht in die Fortsetzung der Rückrunde starten.
72 Tage nach dem 3:1 gegen den SSV Ulm 1846 haben die Offenbacher Kickers mit einem nach holprigem Start letztlich hochverdienten Sieg gegen den Meister der Vorsaison ein dickes Ausrufezeichen im Saisonendspurt gesetzt. Mit 45 Punkten aus 22 Spielen eroberten die Offenbacher Platz zwei von Waldhof Mannheim (44 aus 23 Spielen) zurück und tankten viel Selbstvertrauen für die restlichen 14 Partien in der Regionalliga.

„Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden, dann aber haben wir gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist“, freute sich Benjamin Kirchhoff. Der Innenverteidiger war einer der Garanten des Offenbacher Erfolges. Hinten räumte er resolut ab, gewann gefühlt jeden Kopfball. Und vorne stand er in der 58. Minute nach Dren Hodjas Freistoß goldrichtig und traf volley zum 2:0 (58.). Der Knackpunkt des Spiels war für den 23-Jährigen aber das frühe Tor nach der Pause durch Serkan Firat (48.), der nach Niklas Hecht-Zirpels Vorlage den Weg zum aller-ersten OFC-Heimsieg im neunten Versuch gegen Elversberg geebnet hatte. „Das war der Dosenöffner, danach lief es“, meinte Kirchhoff, der „eine fast perfekte zweite Halbzeit“ der Kickers gesehen hatte.

Das OFC-Zeugnis gegen Elversberg

Hochzufrieden war auch Oliver Reck. „Mir war klar, dass wir eine gewisse Zeit brauchen, um in unseren Rhythmus zu kommen“, räumte der OFC-Trainer ein. Die Gäste (37 Punkte), die in Offenbach ihre vermutlich letzte Chance suchten, um nochmals ins Rennen um die ersten beiden Plätze zurückzukehren, wählten zunächst forsch den Weg nach vorne. Leandro Grech (6.) scheiterte aus der Drehung an Daniel Endres, Angreifer Kevin Koffi im Fallen aus fünf Metern am Offenbacher Torwart und Kapitän.

Erst in der 22. Minute kam der OFC erstmals gefährlich vors Tor. Ihab Darwiches Schlenzer ging knapp links vorbei. Doch fortan waren die Kickers im Spiel. „Je länger es 0:0 stand, desto mehr Sicherheit haben wir ins Positionsspiel bekommen“, meinte Reck. Mit enormem Laufpensum setzten die Kickers Elversberg zunehmend unter Druck, gewannen immer mehr zweite Bälle - und zusehends die Kontrolle über das Spiel. „Wir haben uns alles erarbeitet“, freute sich Kirchhoff.

Kickers gegen SV Elversberg: Bilder

Nach dem Doppelschlag binnen zehn Minuten zum 2:0 ließen die Kickers, die ohne Florian Treske, Varol Akgöz (beide Achillessehnenprobleme), Serkan Göcer (Schulter-OP), Luca Dähn, Alexandros Theodosiadis (beide Muskelfaserriss) und Francesco Lovric (muskuläre Probleme) antraten, kaum noch etwas zu. „Wir haben immer mehr Zugriff auf das Spiel bekommen“, freute sich Reck und wollte nicht über die Ausfälle reden, sondern über die, die auf dem Platz standen. „Die Jungs haben alles dafür gegeben, die drei Punkte zu behalten.“

Die Kirsche auf die Sahnetorte platzierte schließlich Ko Sawada. Der für Darwiche eingewechselte Japaner traf nach Flanke des starken Jan Hendrik Marx per Kopfball zum 3:0-Endstand (90.). „Wie er da so in der Luft stand, unglaublich“, grinste Sportdirektor Sead Mehic über die ungeahnten Kopfballqualitäten des nur 1,73 Meter großen Offensivspielers, der erstmals in dieser Saison und das zweite Mal überhaupt für die Kickers traf. Eine weitere Saisonpremiere gab es neun Minuten vor Schluss: Zugang Grgo Zivkovic kam zu seinem ersten Einsatz im OFC-Trikot.

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