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Kickers Offenbach: Spiel in Homburg erneut abgesagt

Jakob Lemmer (links) kam in Bahlingen zum siebten Mal in dieser Saison und fünften Mal in Folge als Einwechselspieler zum Einsatz.
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Jakob Lemmer (links) kam in Bahlingen zum siebten Mal in dieser Saison und fünften Mal in Folge als Einwechselspieler zum Einsatz.

Das Regionalliga-Spiel von Kickers Offenbach in Homburg ist erneut abgesagt worden. Grund ist die Unbespielbarkeit des Platzes.

Offenbach – Mit Blick auf das für Mittwoch geplante Nachholspiel beim FC Homburg hatte Sreto Ristic, Trainer der Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, auf Anhieb von der ab der Rückrunde gültigen Regeländerung Gebrauch gemacht, die fünf Wechsel pro Partie erlaubt. Allerdings: Die Partie im Saarland wurde heute erneut abgesagt.

OFC: Nachholpartie von Kickers Offenbach erneut abgesagt

Thomas Sobotzik hat seit ein paar Wochen ein Motto, das er fast mantraartig wiederholt. In dieser verrückten Zeit beziehungsweise Saison habe er aufgehört, sich Gedanken über Dinge zu machen, die er nicht beeinflussen kann, sagt der Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach. Die erneute Absage der ursprünglich für Mittwoch (17 Uhr) geplanten Nachholpartie beim FC Homburg nahm er daher gelassen zur Kenntnis: „Wir hatten damit gerechnet. Und falls man der Wettervorhersage glauben kann, wird die Situation ja nicht besser.“

Der OFC hätte zwar gerne der Schwung aus dem mit 6:1 (5:0) gewonnenen Spiel beim Bahlinger SC mitgenommen, zeigt jedoch Verständnis dafür, dass die Partie in Homburg abgesagt wurde, nachdem die unabhängige Platzkommission schneebedeckte und vereiste Spielflächen vorgefunden hatte. Den Kickers geht es nämlich nicht besser. Man habe am Montag keine Möglichkeit gehabt, draußen zu üben, berichtete Sobotzik. Nun soll versucht werden, im Sportzentrum Wiener Ring den Kunstrasenplatz freiräumen zu lassen.

In der Liga haben die Kickers mit dem unnatürlichen Untergrund durchweg positive Erfahrungen gemacht: Es gab klare Siege in Stadtallendorf (4:1) und Bahlingen (6:1). Die Medaille hat aber auch eine Kehrseite. „Aufgrund des Kunstrasens haben ein paar Spieler Wehwehchen, zumal wir zuletzt ja auch regelmäßig darauf trainiert haben“, berichtet Sobotzik. Bei einigen Akteuren mache sich das im Rücken bemerkbar. „Wir versuchen daher, so wenig wie möglich auf dem Kunstrasen zu machen“, sagt Ristic. „Wir müssen jedoch darauf üben, weil wir ja auch teilweise darauf spielen.“

OFC: Spieler von Kickers Offenbach gehen mit Situation professionell um

Die Spieler gehen mit der Situation professionell um. „Alle sind bemüht, das Beste daraus zu machen“, stellt der OFC-Trainer klar. Man probiere daher, so viel wie möglich im vorbeugenden Bereich zu machen, zum Beispiel Übrungen zur Stabilisation. Jedoch nicht heute. Ristic gönnt dem Team einen freien Tag: „Das haben sie sich verdient, es ist vor allem für den Kopf gut.“

Ab Mittwoch beginnt dann die Vorbereitung aufs nächste Spiel. Am Samstag, direkt nach dem Kantersieg in Bahlingen hatte sich der Kickers-Coach bereits gedanklich mit dem FC Homburg beschäftigt und während der Partie erste Weichen gestellt, indem er auf Anhieb die seit der Rückrunde geltende Regel genutzt hatte, fünf Wechsel pro Begegnung vorzunehmen (Ristic: „Das könnte in den Englischen Wochen von Vorteil sein“). Einige Akteure sollten mit Blick auf Mittwoch geschont werden, hieß es damals, als noch nicht klar war, dass die Partie ausfallen würde. Jedoch gelang es keinem der fünf Eingewechselten (Marcell Sobotta, Jakob Lemmer, Denis Huseinbasic, Elia Soriano, Tim Dierßen), auf sich aufmerksam zu machen. Im Gegenteil. Nach den personellen Änderungen sei es „unrunder geworden“, gab Ristic zu. „Aber das ist normal. Da mache ich den Jungs keinen Vorwurf. Ich glaube an alle, auch an die, die diesmal zu Hause waren. Jeder wird seine Chance bekommen.“

In Bahlingen untermauerte er das erneut mit Taten. Dierßen, der in vier Partien zuvor nicht im Kader gestanden hatte, kam erstmals unter dem neuen Coach zum Einsatz. Und auf der Bank saß zum zweiten Mal Angelo Tramontana. Die Nominierung des U19-Torhüters der vergangenen Saison sei auch als Zeichen zu sehen, erklärte Ristic. Und zwar in zwei Richtungen. Einerseits wurde Tramontana für seinen Trainingseinsatz belohnt. Andererseits ist es aber auch eine Ansage an Felix Ferahyan (22), sich seiner Sache nicht zu sicher zu sein. Der Deutsch-Finne hatte in neun der vorherigen zwölf Partien auf der Bank gesessen - zumeist wegen der U23-Regel. Unter die fällt auch Luka Garic, der aber zuletzt zweimal in Folge nicht im Kader stand.

OFC: Nächstes Spiel von Kickers Offenbach gegen Großaspach

Weiter geht es nun erst am Samstag (14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach, die am Wochenende sogar noch höher gewann als der OFC, nämlich 7:1 gegen den FK Pirmasens. „Wir nehmen es wie es ist“, sagt Ristic. Der 45-Jährige ist froh darüber, endlich mal wieder im Stadion Bieberer Berg spielen zu können: „Gefühlt hatte ich nur Auswärtsspiele.“ Die Partie in Homburg wäre das fünfte gewesen. Dem steht bisher nur ein Heimspiel gegenüber: gegen Elversberg (0:0).

„Wir gehen davon aus, dass wir am Samstag im Stadion spielen können. Man hat jedoch in der Bundesliga gesehen, dass das Wetter nicht beeinflussbar ist“, sagt der OFC-Coach mit Blick auf das am Sonntag schneebedingt ausgefallene Erstliga-Spiel in Bielefeld. Wann der nächste Versuch unternommen wird, die Partie in Homburg auszutragen, ist noch offen. Ebenfalls abgesagt wurden die für Mittwoch geplanten Regionalligaspiele TSV Steinbach Haiger - VfB Stuttgart II und FK Pirmasens - FC Bayern Alzenau. (Von Christian Düncher)

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