Der größte OFC-Fan dirigiert die Abwehr

Die Spieler der erfolgreichen U15 von Kickers Offenbach einzeln vorgestellt

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U15-Hessenmeister und Aufsteiger in die Regionalliga, hinten von links: Kevin Weilmünster (Trainer), Leonidas Reeg, Edin Kecap, Ogün Cakar, Oliver Kletz, Leon Repp, Onur Uslu, Kays Iraqi, Samuel Puth, Roko Mrvelj, Loris Flechs, Friedrich Zink, Matija Damianovic, Mario Schmitt (Co-Trainer). Vorne von links: Sota Nakano, Aykan Varol, Matteo Murzen, Koray Balvan, Atilla Karaca, Youness El Jazouli, Theo Murschel, Benoni Mebrathu.

Sie mögen es offenbar spannend: Den Titel in der Hessenliga gewannen die U15-Fußballer der Offenbacher Kickers erst am letzten Spieltag.

Offenbach – In der Relegation zur Regionalliga Südwest wendeten sie das Halbfinale gegen den SV Sandhausen (2:1) per Doppelpack in der Nachspielzeit und entschieden dann das Endspiel gegen Waldhof Mannheim (4:3) im Elfmeterschießen. Wir stellen das Team vor.

TORHÜTER

Koray Balvan: Seit 2017 bei den Kickers. Hessenauswahlspieler und Vize-Kapitän. Hielt gegen Mannheim einen Elfmeter. „Er ist vor allem im Eins-gegen-eins und auf der Linie sehr gut“, sagte Trainer Kevin Weilmünster.

Ben Luca Töpfer: Wechselte sich bis zur Winterpause mit Balvan ab. „Es gab damals keine klare Nummer eins“, sagt Weilmünster. Hörte im Winter aus privaten Gründen auf.

Matija Damjanovic: Teilte sich mit Philip Haenel (beide eigentlich U14) ab der Winterpause die Rolle des Ersatztorwart. Vertrat Balvan zweimal, unter anderem im Gipfeltreffen mit Kassel (2:1).

ABWEHR

Friedrich Zink: „Ist wie die gesamte Familie großer OFC-Fan“, so Weilmünster. Hatte als Abwehrchef großen Anteil daran, dass die Kickers (15 Gegentore) die beste Defensive der Liga stellten. Als Innenverteidiger schnellster Spieler. Verwandelte den entscheidenden Elfmeter gegen Mannheim.

Loris Flechs: Spielt wie Zink im Abwehrzentrum. „Körperlich robust und gut im Zweikampf“, so der Trainer. Spielte gegen Mannheim durch.

Oliver Kletz: Rechtsverteidiger mit viel Offensivdrang. Bereitete zwölf Treffer vor (bester Wert im Team) und erzielte zwei Tore selbst.

Matteo Murzen: Der Pechvogel im Team. Hatte sich gerade erst nach einer Verletzung zurückgekämpft, als er sich den Unterarm brach und daher in der entscheidenden Phase fehlte. In der Hinrunde links hinten Stammspieler.

Leon Repp: „Sehr laufstark mit viel Drang nach vorne“, sagt Weilmünster über den Linksverteidiger, der nach einer Verletzungspause nicht in der Relegation spielte.

Sato Nakano: Der Deutsch-Japaner half in der Relegation links hinten aus – als Rechtsfuß. Sonst eher rechts im Mittelfeld eingesetzt.

MITTELFELD

Kenan Cakar: Gegen Sandhausen in der Startelf. Wurde gegen Mannheim eingewechselt und verwandelte einen Elfmeter. Spielt im Zentrum und hatte dort seit der Winterpause mehr Einsätze.

Atilla Karaca: Der Kapitän übernahm Verantwortung in der Partie gegen Sandhausen und verwandelte in der Nachspielzeit den Strafstoß zum 1:1. „Er ist sehr zielstrebig, hat in der Saison nur einen Elfmeter verschossen“, sagt Weilmünster.

Benoni Mebrahtu: Kam vor der Saison vom SC Hessen Dreieich. Offensivspieler mit guter Technik. In der Relegation aber nicht eingesetzt.

Roko Mrvelj: Flexibel einsetzbarer Linksfuß. Kurbelte gegen Sandhausen als Innenverteidiger das Spiel an, gegen Mannheim agierte er im defensiven Mittelfeld.

Theo Murschel: Der zentrale Mittelfeldspieler fehlte in der Relegation, da er auf Klassenfahrt war. Sein Trainer bedauert das: „Schade, dass er nicht dabei sein konnte.“

Samuel Puth: Stammkraft im Zentrum. Absolvierte in der Relegation beide Partien über die komplette Spielzeit. Rettete gegen Mannheim einmal in höchster Not.

Onur Uslu: Sehr schneller Linksaußen mit viel Schusskraft. Erzielte gegen Sandhausen das 2:1, als er einen Freistoß aus dem Mittelfeld auf den langen Pfosten brachte und davon profitierte, dass sich der Torwart verschätzte.

Leonidas Reeg: Lieferte sich laut Weilmünster die gesamte Saison über mit Uslu linksaußen „ein Duell auf hohem Niveau“. Kam gegen Mannheim zum Einsatz.

Aykan Varol: Rechtsaußen eigentlich Stammkraft. Fehlte in der Relegation aber aus gesundheitlichen Gründen.

Youness El Jazouli: Lauf- sowie zweikampfstarker Flügelspieler, der in der Relegation bei beiden Begegnungen in der Startelf stand.

Samir Ramadani: Eigentlich noch U14-Spieler, dort Angreifer. Wurde in der Relegation in beiden Spielen eingewechselt, um rechts für frischen Wind zu sorgen.

ANGRIFF

Kays Iraqi: Klassischer Mittelstürmer, der jedoch auch außerhalb des Sechzehners den Abschluss sucht. Mit 17 Treffern bester Schütze des Teams, bereitete zudem sieben Tore vor.

Edin Kecap: Angreifer mit guten Joker-Qualitäten. Traf elfmal. „Sehr ruhig, aber eiskalt vor dem Tor“, so Weilmünster. „Wenn er aufs Tor zuläuft, macht er in der Regel auch seine Bude.“

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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