Souveräner Sieg zum Jahresabschluss

Entwicklung stimmt Kickers zuversichtlich

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„Die Fans haben es verdient“, sagte Stürmer Florian Treske, der nach seinem letzten Spiel für den OFC fast alle seine Kleidungsstücke verschenkte. Unter den 1098 Zuschauern in Mainz waren rund 700 Offenbacher. „Sie sind in guten und in schlechten Zeiten für den Verein da“, lobte Treske.

Mainz - Die Hoffnung auf einen Ausrutscher von Spitzenreiter Mannheim hat sich zwar nicht erfüllt, die Offenbacher Kickers gehen trotzdem zuversichtlich in die Winterpause. Mut macht nicht nur der souveräne Sieg in Mainz, sondern die Entwicklung in den vergangenen Wochen. Von Christian Düncher 

Zum Abschluss zog Florian Treske fast blank. Als sich der Stürmer der Offenbacher Kickers nach dem 3:1-(1:1)-Erfolg bei der Reserve des FSV Mainz 05 von den Fans verabschiedete, wanderte ein Kleidungsstück nach dem anderen durch die Gitterstäbe des Gästeblocks. „Das Trikot hatte ich schon jemand versprochen. Und bevor ich das hergebe, gebe ich lieber alles andere“, sagte der Stürmer, der plötzlich nur noch in Unterhose dastand. „Ohne die wäre es zu kalt geworden“, scherzte der 31-Jährige, der seine Profikarriere mit dieser Partie beendete und spielender Co-Trainer beim Landesligisten FV Biberach (Baden-Württemberg) wird. Den Kickers traut er zu, dass sie diese Saison in der Regionalliga Südwest oben noch mitmischen können, „wenn sie die Mentalität der vergangenen Wochen beibehalten“.

Benjamin Kirchhoff äußerte sich zurückhaltender, sieht das Team aber ebenfalls auf einem guten Weg. „Wir schauen derzeit nicht nach Mannheim, gehen aber mit einem guten Gefühl in die Winterpause“, sagte der Kapitän, der den OFC kurz nach Beginn der zweiten Hälfte mit seinem sechsten Saisontor („So viele habe ich noch nie erzielt“) zurück auf die Siegerstraße gebracht hatte. Insgesamt habe das Team „ein richtig gutes Auswärtsspiel“ gemacht, so Kirchhoff. „In kämpferischer und fußballerischer Hinsicht war das ein Vorbild für den Rest der Saison.“ Zwar machten sich die Kickers nach der hochverdienten Führung durch Serkan Firat (45., Handelfmeter) das Leben schwer, indem sie postwendend das 1:1 kassierten (45.+1). „Anfang der Saison hätten wir so ein Spiel aber nicht mehr gewonnen“ meint Kirchhoff. „Inzwischen sind wir aber überzeugt von unserer Qualität. Wir haben nun drei Spiele in Folge gewonnen und sind in der Entwicklung ein gutes Stück weiter.“

Die Zahlen belegen das. Aus den ersten drei Hinrundenspielen hatte der OFC lediglich zwei Punkte geholt, aus den ersten drei Rückrundenspielen hingegen neun. „Wir wollen so weitermachen und von den restlichen Begegnungen auch die gewinnen, die wir in den Hinrunde nicht gewonnen haben. Dann wäre es für uns eine gute Rückrunde. Und dann schauen wir, was uns das bringt“, so Kirchhoff.

Bilder: Kickers Offenbach gewinnt gegen FSV Mainz 05 II

Daniel Steuernagel äußerte sich ähnlich. „Das war ein sehr guter Jahresabschluss“, sagte der OFC-Trainer. „Man sieht die Entwicklung. Zwar gibt es immer noch ab und zu Aussetzer, aber die muss man hinnehmen und weiterspielen.“ Steuernagel hat dafür einen Begriff: „Frustrationstoleranz“. Und Julian Scheffler sei dafür ein gutes Beispiel. Der Linksverteidiger trug mit einem Fehler zum 1:1 bei, steigerte sich jedoch und bereitete das 3:1 durch Luka Garic vor (83.). „Das muss man erst mal so wegstecken wie Julian“, lobte Steuernagel. Scheffler habe ebenso wie die Mannschaft Moral gezeigt.

Künftig muss das Team aber ohne Treske auskommen, der in seinem letzten Spiel abermals gut mit Jake Hirst im Sturmzentrum harmonierte. Einen passenden Partner für Hirst zu finden, wird eine der wichtigsten Aufgaben in den nächsten Wochen sein.

OFC-Zeugnis gegen Mainz

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Wer war der beste OFC-Spieler in der Auswärtspartie gegen Mainz?
Luka Garic
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Jan-Hendrik Marx
13.02%
Benjamin Kirchhoff
13.48%
Florian Treske
11.87%
Maik Vetter
7.08%
Ko Sawada
7.6%
Francesco Lovric
5.59%
Julian Scheffler
6.34%
Serkan Firat
7.26%
Kevin Ikpide
5.99%
Daniel Endres
2.01%
Jake Hirst
2.7%
Dennis Schulte
2.01%
Varol Akgöz
0.4%

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