OFC-Stürmer mit 30 Jahren einer der Dauerbrenner

Treske: Zenit noch lange nicht erreicht

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Duell der Torjäger: Offenbachs Mittelstürmer Florian Treske (rechts) erzielte zuletzt im Punktspiel beim VfB Stuttgart II (2:2) seinen siebten Saisontreffer, belegt damit ligaweit den achten Platz – gleichauf mit Stuttgarts Nicolas Sessa (links).

Offenbach - Wenn ein Zugang oft spielt, dann ist das ein gutes Zeichen. Florian Treske spielt bei den Offenbacher Kickers sogar sehr oft. Er bringt es auf die zweitmeisten Einsatzminuten und die zweitmeisten Tore. Von Christian Düncher 

Mit seiner Bilanz ist der Angreifer aber nur bedingt zufrieden.
Während der Saison Erholungspausen zu haben, ist für ihn eher ungewohnt. Wenn er nicht gesperrt oder verletzt ist, spielt Florian Treske. Seit einer Zwangspause 2012 wegen eines Kreuzbandrisses kam der Mittelstürmer für den SSV Ulm, Wormatia Worms und die Offenbacher Kickers in 149 von 157 Partien in der Regionalliga Südwest zum Einsatz.

Diese Saison verpasste er für die Kickers keine einzige Begegnung, bringt es bei 17 Punktspieleinsätzen auf 1413 Einsatzminuten. Nur Innenverteidiger Stefano Maier (1530) spielte länger.

„Ich kann dieses Tempo gehen und bin ein Typ, der beweisen will, dass er den Zenit noch nicht erreicht hat“, betont der 30-Jährige. Über das spielfreie Wochenende hat er sich aber gefreut. „Die Pause war wichtig.“ Auch für ihn. „Ich habe vier Tage lang mal gar nichts getan. Das war gut für mich“, gibt Treske zu, der kürzlich einen schmerzhaften Tritt gegen die Achillessehne bekommen, jedoch auf die Zähne gebissen hatte.

Bilder: Unentschieden zwischen OFC und VfB-Reserve

Auch das Team wirkte zuletzt angeschlagen, blieb in den vergangenen vier Pflichtspielen sieglos und hat nur noch einen Zähler Vorsprung auf Rang drei. „Man muss auch berücksichtigen, gegen wen wir unter anderem gespielt haben. Saarbrücken ist ein Top-Team und Waldhof Mannheim hat in den vergangenen Jahren um den Aufstieg gespielt“, so Treske. „Das sind Spiele, die man nicht unbedingt gewinnen muss, aber gewinnen kann. Da hat uns auch ein bisschen Glück gefehlt. Es ist aber unser Anspruch, dass wir nicht mehr so auftreten wie in der zweiten Hälfte gegen Saarbrücken, wobei man zugeben muss, dass die eine andere Hausnummer sind und da eine gewaltige Welle auf uns zu kam. Aber in der ersten Hälfte haben wir ja gezeigt, dass wir uns nicht verstecken müssen.“

Insgesamt ist Treske trotz der kleinen Negativserie mit der Mannschaft ebenso „zufrieden“ wie mit seiner persönlichen Saisonbilanz (sieben Tore, vier Vorlagen), wobei er zugibt: „Es hätten ein paar Tore mehr sein können. Es zählt jedoch die Gesamtheit. Wir stehen zu recht auf Platz zwei. Und wenn ich in der zweiten Saisonhälfte genauso oft treffe, bin ich mir sicher, dass wir weiter oben dabei bleiben werden.“

Bilder: Spitzenspiel der Regionalliga in Offenbach

Die Kickers haben es immer noch selbst in der Hand, würden den zweiten Platz mit einem Sieg im Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den TSV Schott Mainz verteidigen. Der auf dem vorletzten Platz liegende Aufsteiger überraschte zuletzt allerdings mit einem 2:0 gegen den VfB Stuttgart II, bei dem der OFC nur 2:2 gespielt hatte. „Das Ergebnis ist Warnung genug. Wir wissen, was Schott Mainz kann und werden das genauso angehen wie das Spiel gegen Saarbrücken. Jeder erwartet von uns einen deutlichen Sieg, aber das ist eventuell das Schwierige daran.“ Ein weiteres Treske-Tor würde die Sache sicher einfacher machen.

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