„Maximum holen“

Sobotzik warnt vor Aktionismus und stellt eine klare Forderung

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Nachdenklich: Geschäftsführer Thomas Sobotzik rätselt über die Gründe der sportlichen Kickers-Krise. 

Seit er als neuer Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach vorgestellt wurde, ist Thomas Sobotzik nah an die Mannschaft herangerückt.

Offenbach - Mit Teilen des Präsidiums und dem Trainer weilte er in der Spielerkabine, um die sportliche Situation aufzuarbeiten, die sich durch die 0:1-Pleite vom Montag in Ulm zugespitzt hat. Der OFC steht nur einen Punkt vor einem möglichen Abstiegsplatz.

OFC: Sobotzik will Maximum holen - Kickers Offenbach müssen „Schlüsse ziehen“

„Die Gefühlslage ist klar, da muss man nicht drumherumreden“, so Sobotzik. Für die letzten zwei Punktspiele des Jahres formuliert er eine klare Forderung: „Wir müssen das Maximum holen.“ Zu der Sitzung in der Kabine will der 45-Jährige nichts sagen: „Was da besprochen wurde, gehört nicht nach draußen. Klar ist aber, dass man Dinge offen ansprechen und dann am Wochenende etwas auf dem Platz sehen muss.“ 

Als Krisengespräch will Sobotzik die Zusammenkunft nicht bezeichnen („Wir rücken zusammen, tauschen uns aus, bündeln die Kräfte“), auch musste er die Spieler nicht auf den Ernst der Lage hinweisen. „Ich glaube, dass sich jeder der Situation bewusst ist. Wie gut man ist, zeigt die Tabelle. Die täuscht nach 18 Spielen nicht. Jeder muss daraus seine Schlüsse ziehen.“

OFC: Sobotzik kennt Situation der Kickers Offenbach

Der Ex-Profi hat selbst Situationen erlebt, in denen eine Mannschaft im Abstiegskampf steckte, die vorher völlig andere Ziele hatte. „Grund dafür war vielleicht eine Fehleinschätzung – oder Dinge gehen nicht auf, die vorher anders geplant waren. Das ist immer schwierig zu bewältigen. Wer von Anfang an darauf eingestellt ist, gegen den Abstieg zu kämpfen, hat es einfacher“, weiß Sobotzik.

Der neue Geschäftsführer lobt den Umgang mit der Situation: „Wir reden nichts schön, hinterfragen alles – die Einstellung, die Spielweise, die Ausrichtung. Wichtig ist aber erst mal, sich auf die Basics zu konzentrieren. Alles andere wäre Aktionismus. Ich könnte Spieler rauswerfen, um zu zeigen, der greift durch. Aber ich bin nicht davon überzeugt, dass das etwas bringen würde“, sagt Sobotzik.

Sobotzik: OFC auf „Zielgeraden“ bei Trainer-Suche

Als kurzfristige Maßnahme wurde dafür gesorgt, dass Interimstrainer Steven Kessler nur noch mit den Profis arbeitet und nicht noch bei der U19 mitwirkt. Bei der Suche nach einem neuen Coach sei man „auf der Zielgeraden. Ob es noch eine, zwei oder drei Wochen dauert, ist schwer zu sagen, da es teilweise um Dinge geht, die nicht in unserer Hand liegen. Wir haben aber eine Lösung, die wir umsetzen wollen.“  cd

Die Kickers Offenbach sind nach der Niederlage gegen den SSV Ulm im Abstiegskampf angekommen. Wie geht es jetzt beim OFC weiter?

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