Vertragsgespräche nach ersten zwei Spielen

Reck zieht positives Fazit: „In der Breite verstärkt“

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Platz zwei im Blick: Oliver Recks Vertrag beim OFC läuft am Saisonende aus.

Offenbach - Nach sieben Tagen Trainingslager in Chiclana de la Frontera gönnten sich Trainer Oliver Reck und die Spieler der Offenbacher Kickers gestern einen halben Tag zum Durchschnaufen.

Heute (kurzfristig vorverlegt auf 13 Uhr) steht beim Regionalliga-Rivalen 1899 Hoffenheim II der letzte Test vor der Rückrundenfortsetzung (Montag, 5. Februar, 20. 15 Uhr, bei Hessen Kassel) an. „Ich hoffe, dass wir den Reisetag und dieses Spiel gut wegstecken“, sagte Reck nach dem 1:2 im Testspiel gegen den chinesischen Erstligisten Tianjin Teda.

Der OFC-Coach zog ein positives Fazit nach der Arbeitsreise ins sonnige Andalusien. „Wir hatten optimale Bedingungen, sehr gute Plätze, konnten uns vieles erarbeiten.“ In elf Einheiten und zwei Testspielen gegen TuS Erndtebrück (3:0) und Tianjin Teda wurden vor allem die Arbeit gegen den Ball und das Umschalten forciert. Passgenauigkeit und das Verschieben bei Ballbesitz waren weitere Schwerpunkte. Ein weiterer Effekt war die Verbesserung der Fitness.

Für die beiden Zugänge Grgo Zivkovic und Francesco Lovric war die Woche in Spanien wichtig zur Integration. „Die Mannschaft ist auf sie zugegangen und sie kamen auf die Mannschaft zu“, hat Reck erfreut registriert. „Beide werden uns in der Breite verstärken.“ Lovric schlage dabei im zentralen Mittelfeld eher die feine Klinge. Der Kroate Zivkovic komme eher über das Körperliche.

Zeit für Gespräche blieb in Chiclana auch, dabei ging es wie angekündigt um Recks Zukunft nach Vertragsende im Juni. „Beide Seiten haben die Absicht erklärt, dass es weitergehen soll“, sagte OFC-Geschäftsführer Christopher Fiori. Trainer und Vereinsoffizielle haben sich darauf verständigt, weitere Gespräche zu vertagen, um den Fokus ganz auf die ersten Rückrundenspiele in Kassel und gegen die SV Elversberg zu lenken.

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Einig sind sich beide Parteien darin, dass auch in Zukunft vor allem junge Spieler entwickelt werden sollen. „Das ist das, was Sead Mehic und ich wollen“, betonte Reck. Die Elf, die gegen Tianjin vom Platz ging, bestätigte das. In Bilal Jomaa Zabadne, Stefano Maier, Jan Hendrik Marx, Gerrit Gohlke, Christos Stoilas, Semih Sentürk, Max Wolf, Luka Garic und Nicola Jürgens stammten neun Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. „Das muss unser Weg sein“, betonte Vizepräsident Michael Relic. Reck, der wohlwollend von einer „Kindergarten-Mannschaft“ gesprochen hatte, wird diesen Weg mitgehen. Auch wenn er etwas einschränkte: „Es wird nicht immer so sein, dass so viele junge Spieler auf dem Platz stehen.“

Ganz ohne Erfahrung wird es nicht gehen. Wie gut daher, dass Marco Rapp seinen grippalen Infekt überwunden hat. Der Mittelfeldspieler will am Samstag im Hoffenheimer Trainingszentrum in Zuzenhausen wieder mitmischen. Fraglich ist der Einsatz von Florian Treske. Der Mittelstürmer hatte in Chiclana alle Einheiten absolviert, gegen Teda jedoch wegen Achillessehnenschmerzen pausiert. „Ich habe das immer wieder mal“, erklärte der 30-Jährige. Ärzte versicherten ihm aber, dass kein größeres Risiko besteht. Schonung soll helfen. „Ansonsten sind wir von größeren Ausfällen verschont geblieben“, freute sich Sportdirektor Sead Mehic. Ko Sawadas Augenentzündung war lediglich Folge einer Kontaktlinsenproblematik. Der Japaner dürfte heute wieder dabei sein. Schlechter ist die Prognose bei Alexandros Theodosiadis (Wadenverletzung). Seine Rückkehr ins Mannschaftstraining ist offen. (jm)

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