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Kickers Offenbach U19: „Wir hätten den Klassenerhalt auch sportlich geschafft“

Die U19-Bundesliga hat ihre Saison beendet. Kickers Offenbach freut sich über den Klassenerhalt. 
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Die U19-Bundesliga hat ihre Saison aufgrund der Corona-Pandemie beendet. Kickers Offenbach freut sich über den Klassenerhalt. 

Große Freude beim Nachwuchs von Kickers Offenbach. Die U19 des OFC wird auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen. 

  • Kickers Offenbach: U19-Bundesliga bricht Saison aufgrund der Corona-Pandemie ab
  • Nachwuchs des OFC schafft Klassenerhalt
  • Abgänge nicht auszuschließen

Offenbach – Ganz unerwartet kam die Nachricht vom Saisonabbruch in den Jugendfußball-Bundesligen nicht mehr für Alfred Kaminski. Der Sportliche Leiter des Leistungszentrums von Kickers Offenbach empfindet die pandemiebedingten Umstände „zwar bitter“, freut sich aber dennoch über den Klassenerhalt. Dem OFC gelang damit als erstem hessischen Aufsteiger der Verbleib in der Bundesliga-Staffel Süd/Südwest.

Dass die Kickers-Talente als Tabellen-Zwölfter davon profitierten, dass es keine Absteiger geben wird, schmälert für Kaminski nicht den Erfolg. „Wir hätten es auch sportlich selbst geschafft“, ist er überzeugt. „Wir waren ja nicht abgeschlagen, sondern auf einem richtig guten Weg und auf Augenhöhe mit den vier Teams vor uns.“ Die fünf Klubs auf den Plätzen 12 bis 8 lagen nur vier Punkte auseinander.

Kickers Offenbach: Saisonende der U19-Bundesliga bedeutet Planungssicherheit für OFC

Für den Leiter des OFC-Leistungszentrums bedeutet das Saisonende in der U19-Bundesliga Planungssicherheit. „Das ist wichtig für uns“, betont Kaminski. Schließlich sei es den jungen Spielern durchaus wichtig, in welcher Klasse sie spielen. Und als Bundesligist kann der OFC mit einem Pfund wuchern, das monetäre Anreize betuchterer Konkurrenten womöglich zumindest etwas aufwiegt. „Wir sind interessant für Spieler“, glaubt Kaminski.

Der Kader wird naturgemäß in der neuen Saison, in der bei bis zu vier Aufsteigern 18 statt bislang 14 Klubs in der Liga mitmischen, ein anderes Gesicht erhalten. Neun Spieler wechseln in den Männerbereich, noch ist offen, wer einen Anschlussvertrag beim Fußball-Regionalligisten erhält. Torhüter Angelo Tramontana, Außenverteidiger Vincent Moreno-Giesel und Offensivspieler Denis Huseinbasic trainierten zuletzt bei den Profis mit. Torwart Sandro Kerber hat sich dagegen zur Rückkehr zum FC Bayern Alzenau entschlossen, Winterzugang Fritz Oestreicher zieht es nach San Diego (USA).

Kickers Offenbach: Abgänge aus der U19 des OFC nicht auszuschließen

Der jüngere Jahrgang aber, so hofft Kaminski, „bleibt grundsätzlich zusammen“. Abgänge will er aber nicht ausschließen. Vor allem Torjäger Emir Kuhinja (7 Tore in 20 Spielen) und Innenverteidiger-Hüne Marco Boras sind begehrt. „Aber noch ist nichts fix“, betont Kaminski.

Das gilt auch für die Trainerfrage. Immerhin steht in Steven Kessler der Aufstiegscoach noch bis 2022 auf der Gehaltsliste. Der 45-Jährige hatte nach seinem Intermezzo als Interimslösung bei den Regionalliga-Profis eine Auszeit genommen, um den Trainer-A-Schein anzugehen. Robin Trabert und Tim Schwarz hatten im Januar die sportliche Leitung übernommen. Sie werden abwarten müssen, was die Gespräche von Vorstandsmitglied Peter Roth mit Kessler ergeben. Kaminski, selbst erst spät zurück nach Offenbach gekommen, bleibt gelassen und freut sich stattdessen über den Klassenerhalt. „Alle, die daran mitgewirkt haben, haben dafür gesorgt, dass wir in der U19-Bundesliga bleiben“, lobt der 56-Jährige.

Von Jörg Moll

Auch die Regionalliga-Saison wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen. Die Profis von Kickers Offenbach sind deshalb auch schon in der Sommerpause. Der Termin für den Start der Vorbereitung steht aber schon fest. 

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