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Kickers Offenbach startet längste Vorbereitung aller Zeiten

Vollkontakt erlaubt: Luigi Campagna (links), Pelle Hoppe (hinten) und Sebastian Zielenecki (rechts) steigen schon heute mit Kickers Offenbach in die Vorbereitung für die wohl am 1. September startende Saison 2020/21 ein. Foto: Hübner
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Vollkontakt erlaubt: Luigi Campagna (links), Pelle Hoppe (hinten) und Sebastian Zielenecki (rechts) steigen schon heute mit Kickers Offenbach in die Vorbereitung für die wohl am 1. September startende Saison 2020/21 ein.

Am Montag startet Kickers Offenbach die Vorbereitungsphase für die neue Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest. Es wird die längste Vorbereitung aller Zeiten. 

  • Kickers Offenbach beginnt längste Vorbereitung aller Zeiten
  • Dreieinhalb Monate Pause wegen Corona-Pandemie
  • Alle Neuzugänge bei erstem Training dabei

Offenbach – Die neue Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest wird laut vorläufigem Rahmenterminplan erst am 1. September beginnen. Dennoch bittet Angelo Barletta, Trainer von Kickers Offenbach, seine runderneuerte Mannschaft schon jetzt zum ersten offiziellen Training, das wegen der Corona-Pandemie unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden muss. Der Vorbereitungszyklus wird ein besonderer sein. Barletta hat in den kommenden zwei Wochen jeweils von Montag bis Freitag eine Trainingseinheit vorgesehen. 

Kickers Offenbach absolvierte vor dreieinhalb Monaten letztes Pflichtspiel

Dreieinhalb Monate nach dem letzen von drei Pflichtspielen in diesem Jahr (2:0 in Elversberg) wird es in diesen Einheiten nur ums Fußballerische gehen. „Die Spieler laufen seit zehn Tagen, werden danach bis 13. Juli nochmal frei haben und auch für diese Zeit Fitnesspläne bekommen“ erklärt der Trainer von Kickers Offenbach sein Konzept, das er sich für diese coronabedingt längste Vorbereitungszeit aller Zeiten ausgedacht hat. Ein zweiter Block schließt sich im Juli an, dem eine weitere Pause folgen soll. Ehe dann im dritten und finalen Block gezielt auf den Saisonstart hingearbeitet werden soll.

„Wir haben den Spielern am Wochenende die Verhaltensregeln mitgeteilt“, betont Barletta mit Blick auf die aktualisierten Vorgaben während der Corona-Pandemie. Nachdem bislang nur Training in Kleingruppen ohne Kontakt möglich war, dürfen die Kickers heute erstmals in zwei Zehner-Gruppen mit Vollkontakt, also auch mit Zweikämpfen, üben. Dreieinhalb Monate nach dem letzten Pflichtspiele wird bei Kickers Offenbach also annähernd „richtig“ Fußball gespielt. „Fünf gegen fünf wird möglich sein“, freut sich Barletta: „Den Spielern wird es gefallen, endlich nicht nur Passformen zu trainieren.“

Kickers Offenbach hat runderneuerte Mannschaft

Alle sechs externen Zugänge werden am Montag (22.06.2020) dabei sein. Wobei Außenstürmer Marcell Sobotta (zuletzt Sportfreunde Lotte) nach einer Hüft-OP genauso wie der nach langer Verletzungspause genesene Winterzugang Maurice Pluntke vorerst noch individuell mit Physiotherapeut Björn Klümper arbeiten wird. Die übrigen Zugänge von Kickers Offenbach – Torwart Stephan Flauder (Viktoria Berlin), Verteidiger Malte Karbstein (Werder Bremen II), die Außenverteidiger Marco Fritscher (Schweinfurt 05) und Francesco Calabrese (Bayern Alzenau) sowie Angreifer Abu Bakarr Kargbo (Berliner AK) – werden mitmischen. 

Dazu kommen die aus der A-Jugend von Kickers Offenbach hochgezogenen Angelo Tramontana (Tor) und Denis Huseinbasic (Mittelfeld). Auch Rechtsverteidiger Vincent Moreno Giesel, der noch ein Jahr A-Jugend spielen kann, wird die kommenden beiden Wochen mittrainieren. Weitere personelle Überraschungen zum Vorbereitungsstart sind nicht ausgeschlossen. OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik kündigte bereits an, dass ein Testspieler mitwirken mit. Der Spanier Pablo Aguilera (26), ein beidfüßig starker und vielseitiger Angreifer, der beim FC Sevilla ausgebildet wurde und zuletzt in der 3. Liga bei UD San Sebastian de los Reyes spielte, habe einen guten Zug zum Tor und sei kopfballstark. Die Kickers, die aktuell 24 Spieler unter Vertrag haben, suchen neben einem weiteren Akteur für die Offensive außerdem noch eine Verstärkung fürs zentrale Mittelfeld.

Julian Scheffler (24), im Winter aussortierter Linksverteidiger, hat sich derweil Hessenligist Türkgücü Friedberg angeschlossen. (Von Jörg Moll)

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