Kickers Offenbach

Vorfreude auf das deutsch-englische Duell in Offenbach 

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Duell im August 1998: OFC-Verteidiger Markus Gaubatz (links) gegen Arsenal-Stürmer Nicolas Anelka.

Es ist die zufällige Fortsetzung einer kleinen Serie: 1998 testeten die Offenbacher Kickers gegen einen englischen Erstligisten (0:4 gegen den FC Arsenal London), 2008 gegen einen englischen Zweitligisten (1:2 gegen Nottingham Forrest) und nun gegen einen englischen Drittligisten.

Offenbach – Am Samstag um 15 Uhr gastiert der AFC Wimbledon auf dem Bieberer Berg und sorgt dort nach längerer Zeit mal wieder für internationales Flair. 

Eingefädelt hat diese Partie der OFC-Kooperationspartner Onside Sports GmbH. Die in Hamburg ansässige Agentur ist auf die Organisation von Trainingslagern und Testspielen spezialisiert und betreut auch den Londoner Stadtteilverein während seines Aufenthaltes in Deutschland. Da der AFC Wimbledon heute (19 Uhr) in Weingarten gegen den Drittligisten 1.FC Kaiserslautern testet, bot sich ein freundschaftliches Kräftemessen mit dem OFC am Folgetag an. „Es hat einfach alles gepasst“, meint Christopher Fiori, Geschäftsführer der Kickers. „Der Termin war noch frei. Sportlich ist das ein guter Gegner, zumal die dritte englische Liga als stark gilt. Und unsere neuen Spieler können die Erfahrung machen, wie es ist, im Stadion für den OFC zu spielen.“ Natürlich freuen sich auch die, die schon länger bei den Kickers sind, auf das Duell mit dem AFC Wimbledon, allen voran Stürmer Jake Hirst, der Deutsch-Engländer in Reihen des OFC.

Duell im Juli 2008: Offenbachs Benjamin Baier (links) klärt vor Nottinghams Ian Breckin. Baier spielt inzwischen für Viktoria Aschaffenburg, Breckin ist Trainer. 

Kickers Offenbach gegen den AFC Wimbledon – das ist das Duell zweier Clubs mit bewegter Vergangenheit. Hier der DFB-Pokalsieger von 1970, der in der 1. Liga spielte, seit 2013 aber nur noch viertklassig ist. Dort der von Fans gegründete Nachfolgeclub des FA-Cup-Gewinners von 1988, FC Wimbledon, der 2004 von den Besitzern umgesiedelt wurde und Milton Keynes Dons heißt. In Erinnerung ist aus den 80er-Jahren insbesondere die harte Spielweise des als „Crazy Gang“ bekannten Teams um Vinnie Jones (Spitzname: die Axt).

Der AFC Wimbledon gilt inzwischen als ein Paradebeispiel dafür, wie ein von Fans geführter Verein funktionieren und auch sportlich erfolgreich sein kann. Der AFC ist im Besitz des Dons Trust, einer von den Fans errichteten Non-Profit-Organisation, in der jedes Mitglied genau eine Stimme hat. Innerhalb von 15 Jahren stieg der Club von der 9. in die 3. Liga auf, überflügelte zwischendurch sogar Milton Keynes Dons und hält mit 78 aufeinanderfolgenden Ligaspielen ohne Niederlage (69 Siege, neun Unentschieden) den englischen Rekord.

Nachdem der AFC Wimbeldon als 20. gerade so den Verbleib in der dritthöchsten Liga schaffte und Milton Keynes Dons der Wiederaufstieg gelang, treffen beide 2019/20 wieder aufeinander.

Von Christian Düncher

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