Zugänge drängen in Startelf

OFC-Formcheck: Welche Startelf steht im ersten Saisonspiel auf dem Rasen?

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In den Testspielen hatten die OFC-Spieler Zeit, sich beim Trainer zu präsentieren. 

Es ist eine Frage, die Fans und Spieler des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach gleichermaßen beschäftigt: Mit welcher Startelf geht der OFC ins erste Saisonspiel am Montagabend (20. 15 Uhr/live Sport1) zu Hause gegen Ulm? Ein Formcheck.

Offenbach – Am Montag bestreiten die Kickers ihr ersten Saisonspiel. Doch welche Startelf wird dann auf dem Platz stehen? Wir haben einen kleinen Form-Check gemacht. 

TOR

Dominik Draband: Kassierte in den Testspielen drei Gegentore, zwei davon per Elfmeter. Kam in Essen (2:2) vor dem 1:2 an den Ball, konnte aber nicht mehr entscheidende klären. Sportdirektor Sead Mehic gab ihm keine Schuld.

Mario Seidel: Auch er musste in den Tests nur dreimal hinter sich greifen. Sah beim zwischenzeitlichen 2:2 gegen Wimbledon ein bisschen unglücklich aus.

Luka Losic: War bislang nur einmal im Einsatz, weil es nach dem Wechsel Probleme mit dem serbischen Verband gab. Fällt unter die U23-Regel, könnte daher ab und zu auf der Bank sitzen. Mehr ist für ihn wohl noch nicht drin.

ABWEHR

Kevin Pezzoni: Wurde als Abwehrchef geholt und tritt auch wie einer auf: präsent, robust, kompromisslos. Der erstliga-erfahrene 1,94-Meter-Hüne versteht es, den Körper einzusetzen. In der Innenverteidigung gesetzt.

Lucas Albrecht: Gehört wie Pezzoni dem Mannschaftsrat an. Mit 1,93 Metern ebenfalls ein Riese. Soll in der kommenden Saison mehr Verantwortung übernehmen.

Francesco Lovric: Lag lange gut im Rennen für den zweiten Platz in der Innenverteidigung. Zuletzt durch einen Muskelfaserriss etwas ausgebremst, aber seit Anfang der Woche wieder im Training.

Gerrit Gohlke: Der jüngste der vier Innenverteidiger war in der Vorbereitung einer der auffälligsten. Wirkt für seine 20 Jahre überraschend ruhig und abgeklärt. Mehr als nur eine Alternative.

So könnte die Anfangsformation aussehen, mit der die Offenbacher Kickers am Montagabend gegen Ulm in die Regionalliga-Saison starten. Neun Zugänge finden sich in. Unter den Trikots stehen die Namen der Alternativen.

Marco Schikora: Der Außenverteidiger, der laut Steuernagel in der Vergangenheit „unter dem Radar“ agierte, steht längst im Blickfeld. Ist schnell, schlägt gute Flanken. Verteidigt bevorzugt rechts, kann es aber auch links.

Ronny Marcos: Der erstliga-erprobte Linksverteidiger harmoniert gut mit dem offensiven Manolo Rodas. Fehlte zwischenzeitlich kurz aufgrund einer Knieprellung.

Jakob Lemmer: Eine der positiven Überraschungen. Das Talent aus der U19 ist gelernter Offensivspieler, machte in der Vorbereitung aber auch als rechter Außenverteidiger eine gute Figur.

Julian Scheffler: Sollte abgegeben werden, blieb jedoch. Wurde in den Tests eingesetzt, fiel zum Teil aber deutlich ab. Sein Vorteil: Kam hinten links und rechts spielen.

MITTELFELD

Richard Weil: Trat von Anfang an auf wie ein Führungsspieler. Sagt, was er denkt. Auf dem Platz die Schaltzentrale zwischen Abwehr und Angriff. Kein Querspieler, er bevorzugt den direkten Pass nach vorne. Kandidat für das Kapitäns-Amt.

Luigi Campagna: Der Zugang aus Ulm durfte gleich mit Luka Garic die neuen Trikots vorstellen. Aufgrund seiner kompromisslosen Zweikampfführung bei den Fans auf Anhieb beliebt. Bildet mit Weil eine für die Gegner unangenehme Doppel-Sechs.

Nejmeddin Daghfous: Wurde als letzter Spieler geholt und hat daher noch ein bisschen Nachholbedarf. Ist aber mit seiner Erfahrung aus 144 Zweitligaspielen ein großer Hoffnungsträger.

Maik Vetter: Mittlerweile dienstältester OFC-Profi. Lief in den Testspielen regelmäßig rechts vorne auf. Kein Tempodribbler, sondern ein Kämpfer. Auch deshalb bei den Fans so beliebt. Ebenfalls ein heißer Kandidat für die Spielführerbinde.

Manolo Rodas: Der in Freiburg ausgebildete Zugang aus Zwickau ist der kleinste Spieler im Kader, versteht es jedoch, seinen Körper einzusetzen. Wuseliger Linksaußen, der gute Flanken schlägt.

Luka Garic: Das Eigengewächs hat im zentralen Mittelfeld hochkarätige Konkurrenz bekommen. Half in den Tests zum Teil links hinten aus, was für ihn nicht neu ist.

Bastian Kurz: Eine Alternative für die linke Seite in der Offensive, kann dort auch zentral spielen. Fällt zudem unter die U23-Regel. Aktuell jedoch kein Kandidat für die Startformation.

Kevin Ikpide: Spielte eine ordentliche Vorbereitung, in einer Partie sogar Kapitän. Es kann für ihn im Vergleich zur Vorsaison eigentlich nur besser werden, aber die Konkurrenz ist enorm.

Matias Pyysalo: Kam im Winter, verletzte sich sofort und konnte sich daher kaum zeigen. In der Vorbereitung kurz durch muskuläre Probleme ausgebremst. Muss für einen Platz in der Anfangsformation noch zulegen.

Niklas Hecht-Zirpel: Galt als Wechselkandidat, punktete in der Vorbereitung als zweitbester Torschütze (neun Treffer). Alternative für offensive Außenbahn und Sturm.

Leonidas Tiliudis: Der Pechvogel. Das Talent aus der U19 spielte aufgrund von Schambeinproblemen bislang noch keine Rolle. Kann im zentralen Mittelfeld, aber auch in der Abwehr spielen.

ANGRIFF

Andis Shala: Der Zugang aus Erfurt zeigte als Testspiel-Torschützenkönig (elf Treffer), warum er geholt wurde. Rackert viel, behauptet den Ball gut und übernimmt bei Elfmetern Verantwortung.

Moritz Reinhard: Einer der Gewinner der Vorbereitung. Traf gegen alle drei „großen“ Gegner einmal, jeweils zum Endstand. Steht dort, wo ein Stürmer stehen muss. Spielt auch etwas besser mit als in der vergangenen Saison.

Jake Hirst: Läuft viel für die Mannschaft, agiert aber wie in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison oft unglücklich. Erzielte sechs Tore: drei gegen A-Ligist FSV Groß-Zimmern, drei gegen Kreisoberligist VfB Offenbach.

Testspiel-Torschützen des OFC: Andis Shala (11), Niklas Hecht-Zirpel (9), Moritz Reinhard (8), Jake Hirst (6), Manolo Rodas, Marco Schikora (je 4), Richard Weil, Luigi Campagna, Maik Vetter, Matias Pyysalo (je 3), Kevin Pezzoni, Lucas Albrecht, Gerrit Gohlke, Nejmeddin Daghfous, Bastian Kurz, Ko Sawada (je 2), Ronny Marcos, Luka Garic, Kevin Ikpide, Denis Husenbasic und ein Eigentor.

Von Christian Düncher

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