Zwischenbilanz der Kickers

Zuschauer in der Regionalliga: OFC bundesweit die Nummer zwei

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Serkan Firat (Dritter von rechts), Offenbachs mit elf Treffern bester Torschütze, nimmt die Glückwünsche von Francesco Lovric (links neben ihm) und Julian Scheffler (rechts neben ihm) entgegen. Er ist hinter Ko Sawada (ganz rechts) auch der Dauerbrenner unter den OFC-Feldspielern, kam wie der Japaner in allen 20 Partien zum Einsatz. Zugang Kevin Ikpide (Zweiter von links) wurde am häufigsten eingewechselt, kam bei zehn seiner elf Einsätze von der Bank. Ganz links: Jan Hendrik Marx.

Offenbach - Tabellenvierter mit 36 Punkten aus 20 Spielen (zehn Siege, sechs Remis, vier Niederlagen): Mit dieser Bilanz überwintert Kickers Offenbach in der Regionalliga Südwest. Von Christian Düncher

Im vergangenen Jahr waren es nach 20 Spielen drei Zähler mehr, aber der Rückstand auf Platz eins war um einen Punkt größer. Damals hatte aber auch der Zweite eine Aufstiegschance. Die Zwischenbilanz von Kickers Offenbach.

SERIEN

Der OFC startete schwach in die Saison, holte aus den ersten vier Begegnungen lediglich zwei Punkte. Es folgten drei Dreier am Stück – mit dem höchsten Saisonsieg als Höhepunkt: 7:0 im Derby gegen den FSV Frankfurt. Die Kickers waren Fünfter. Doch die Aufholjagd wurde in Freiburg gestoppt – 1:2.

Dann kamen acht Spiele in Serie ohne Niederlage (unter anderem 3:1 bei Tabellenführer Waldhof Mannheim), doch vier Unentschieden verhinderten in dieser Phase, dass der OFC voran kam. Besonders ärgerlich: Dreimal verspielte man in der Endphase einen Sieg. Auf die 1:2-Pleite im letzten Hinrundenspiel in Homburg folgten zum Abschluss der ersten Saisonphase nochmals drei Siege am Stück.

ZUSCHAUER

Den offiziellen Angaben der Regionalliga Südwest zufolge kamen zu den neun Heimspielen der Kickers insgesamt 49.689 Zuschauer, also 5521 pro Partie. 2017/18 waren es 6348. Trotzdem ist der OFC damit – wie in den vergangenen zwei Spielzeiten – die Nummer eins in der Gunst der Besucher. Zweiter in dieser Rubrik ist Spitzenreiter Mannheim (4851), Dritter der 1.FC Saarbrücken (2 925), der seine Heimspiele aber weiterhin in Völklingen austragen muss.

Die größte Kulisse hatte der OFC kurioserweise bei der im TV übertragenen Partie gegen den FSV Frankfurt (6698). Letztlich liegen die Kickers aber nur knapp über dem kalkulierten Schnitt von 5500 Zuschauern. Dennoch sind sie im Vergleich der vier Regionalliga-Staffeln Zweiter. Klare Nummer eins ist West-Vertreter RW Essen (8148).

HEIMBILANZ

Der Bieberer Berg ist weiter eine schwer einzunehmende Festung (nur gegen den FSV Mainz 05 II gab es bisher zu Hause eine Niederlage – 0:1), hat seinen Schrecken jedoch etwas verloren. In der Heimtabelle rangieren die Kickers nämlich nur auf Rang elf. Grund: Von neun Spielen wurden lediglich vier gewonnen.

Zudem gab es vier Remis. Ergibt insgesamt 16 Zähler bei 19:8 Toren. Erster in der Heimtabelle ist der SSV Ulm (elf Spiele, 25 Punkte) vor Saarbrücken (10/24). Kurios: Ligaprimus Mannheim ist hier nur Neunter (9/17).

AUSWÄRTSBILANZ

In der Fremde gehören die Kickers zu den besten Teams der Liga. 20 Punkten aus elf Spielen (sechs Siege, zwei Unentschieden, drei Niederlagen) bei 20:13 Toren bedeuten Rang drei in der Auswärtstabelle – hinter Mannheim (11/31) und Steinbach (11/21). Unter anderem gewann der OFC in Mannheim: 3:1 nach 0:1-Rückstand.

DEFENSIVE/OFFENSIVE

Obwohl die Abwehr nach dem Abgang der zwei Stammkräfte Stefano Maier (innen) und Alexandros Theodosiadis (links) teils umgebaut werden musste und die Außenverteidiger, die unter dem neuen Trainer Daniel Steuernagel höher stehen sollten, anfangs Probleme hatten, ließen die Kickers in 20 Spielen nur 21 Gegentreffer zu. Das ist der drittbeste Wert der Liga (mit Mannheim und Saarbrücken) hinter Steinbach (17) sowie Homburg (20).

Zu null spielte der OFC allerdings nur viermal. In der Offensive sind die Kickers (39 Tore) die Nummer vier der Liga. Klassenbester ist auch hier Mannheim (51) vor Saarbrücken (41) und Hoffenheim II (40).

TORSCHÜTZEN

Die 39 OFC-Treffer verteilen sich auf neun Schützen. Auf Platz eins der internen Liste liegt Serkan Firat mit elf Toren, darunter vier Elfmeter. Es folgen Jake Hirst (8), Benjamin Kirchhoff (6), Maik Vetter (3), Ko Sawada (3), Florian Treske (3), Varol Akgöc (2), Luka Garic (1) und Dren Hodja (1), der vergangene Saison noch bester OFC-Torschütze war – mit 14 Treffern.

DAUERBRENNER

Schlussmann Daniel Endres (1800 Minuten) ist der einzige OFC-Spieler, der immer auf dem Platz stand. Ko Sawada (1754) und Serkan Firat (1713) kamen zwar ebenfalls in allen 20 Partien zum Einsatz, aber nicht über die volle Zeit. Christos Stoilas ist der Kurzarbeiter im Kader, er kommt bei vier Einsätzen auf nur 103 Minuten.

Es folgen Marco Ferukoski (171), Kevin Ikpide (209), Niklas Hecht-Zirpel (239) sowie Ihab Darwiche (273). In der Liga noch gar nicht im Einsatz waren Sebastian Brune, Bilal Jomaa Zabadne (beide Tor), Semih Sentürk und Gerrit Gohlke.

OFC-Bekenntnisse der Fans - Teil II

JOKER

Kein OFC-Spieler wurde öfter eingewechselt als Kevin Ikpide, der bei zehn seiner elf Saisoneinsätze von der Bank kam. Lediglich in der Auftaktpartie spielte der Zugang von Beginn an, allerdings nur bis zur Pause. Je siebenmal eingewechselt wurden Varol Akgöz und Niklas Hecht-Zirpel. Jokertore gab’s nur drei – von Jake Hirst (2), und Florian Treske (1). Dren Hodja wurde am häufigsten ausgewechselt, neunmal war für ihn vorzeitig Feierabend.

KARTENSAMMLER

Der OFC ist mit 39 Gelben Karten und ohne Platzverweis das zweitfairste Team der Liga. Erster des Rankings ist Ligaprimus Waldhof Mannheim (31-mal Gelb). Drei Kickers-Spieler wurden bereits fünfmal verwarnt: Lucas Albrecht und Benjamin Kirchhoff haben die Sperre abgesessen, Serkan Firat fehlt im ersten Spiel nach der Winterpause – zu Hause gegen Ulm. Unmittelbar von einer Gelbsperre bedroht ist derzeit kein Spieler.

Bilder: Kickers Offenbach gewinnt gegen FSV Mainz 05 II

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