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Kickers Offenbach fliegt ins Trainingslager - zwei Spieler bleiben zu Hause

Ausgespielt: Gerrit Gohlke (links) bei seinem vermutlich letzten Einsatz im OFC-Trikot am 7. Dezember beim 9:2-Sieg im Testspiel bei Germania Ober-Roden. Der Innenverteidiger darf nicht mit ins Trainingslager nach Side. Foto: Hübner
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Ausgespielt: Gerrit Gohlke (links) bei seinem vermutlich letzten Einsatz im OFC-Trikot am 7. Dezember beim 9:2-Sieg im Testspiel bei Germania Ober-Roden. Der Innenverteidiger darf nicht mit ins Trainingslager nach Side. 

Mit 19 Feldspielern und drei Torhütern fliegt Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach (OFC) am Dienstag ins Trainingslager ins türkische Side. Zwei Spieler bleiben zu Hause. 

Offenbach - Wenn Kickers Offenbach (OFC) ins Trainingslager in die Türkei fliegt, werden der verletzte Zugang Maurice Pluntke und der aussortierte Gerrit Gohlke nicht in den Flieger steigen. Während Maurice Pluntke nach seiner Knieoperation in seiner Heimat Mönchengladbach die Reha absolviert, wird ein weiterer Innenverteidiger gesund zu Hause bleiben. Für Gerrit Gohlke entwickelt sich die frühzeitige Bekanntgabe seines Wechsels zum Drittligisten SV Waldhof Mannheim zu einer unangenehmen Geschichte. Dem 20-Jährigen, der spätestens im Sommer zum SV Waldhof geht, droht ein verlorenes halbes Jahr ohne Spielpraxis. Wenn heute die Offenbacher Reisegruppe von Frankfurt aus ins Trainingslager in die türkische Ferienmetropole Side abhebt, wird Gohlke nicht an Bord sein. „Wir planen nicht mehr mit ihm“, erklärte OFC-Trainer Angelo Barletta unmissverständlich.

Kickers Offenbach (OFC): Vertrackte Situation für Gohlke 

Eine vertrackte Situation für Gohlke, denn der SV Waldhof zeigt weiterhin keinerlei Interesse, den Wechsel durch Zahlung einer Ablöse vorzeitig abzuwickeln. Noch bis zum 31. Januar darf Gohlke auf eine Wende zum Besseren hoffen - ansonsten wird er sich auf ein halbes Jahr auf der Tribüne einstellen müssen.

Barletta wird nach Pluntkes dreimonatiger Zwangspause in der Innenverteidigung auf Luca Albrecht, Francesco Lovric und den polnischen Winterzugang Sebastian Zieleniecki bauen. Die bisherigen Eindrücke aus Trainingseinheiten und Testspielen stimmen den OFC-Coach zuversichtlich. „Die komplette Abwehrreihe inklusive der Torhüter macht es sehr gut, da habe ich ein sehr gutes Gefühl“, lobt er.

Und das, obwohl es mit der Verpflichtung eines weiteren Außenverteidigers bislang nichts geworden ist. Testspieler Kolja Herrmann konnte sich nicht für einen Vertrag empfehlen und wird somit auch nicht ins Trainingslager reisen. Und wenn es nicht klappt mit dem erhofften siebten Winterzugang nach Felix Ferahyan (Tor/Ekenäs IF), Zieleniecki (Widzew Lodz), Pluntke (Wacker Nordhausen), Tim Dierßen (Mittelfeld/zuletzt Hannover 96 II), Serkan Firat (Angriff/Bayern Alzenau) und Pelle Hoppe (Angriff/Chemnitzer FC)? „Dann werden wir das intern auffangen“, meint Barletta. 

In Ronny Marcos (links) und Marco Schikora (rechts und links hinten einsetzbar) stehen ihm nur zwei gelernte Außenverteidiger zur Verfügung, nachdem im Winter Julian Scheffler aussortiert wurde. Der Linksverteidiger trainiert derzeit beim Regionalliga-Rivalen Bayern Alzenau mit - wie auch die früheren Offenbacher Marco Ferukoski und Christos Stoilas. Klappt es mit einem Engagement, wäre Scheffler nach Kevin Ikpide (SGV Freiberg/Oberliga Baden-Württemberg) der zweite aussortierte Spieler, der einen neuen Verein findet. Noch ohne neuen Klub sind Kevin Pezzoni, Bastian Kurz, Matias Pyysalo und Andis Shala.

Kickers Offenbach (OFC):  Drei angeschlagene Spieler noch rechtzeitig fit 

Gerade noch den Sprung in den Flieger schafften dagegen drei zuletzt angeschlagene Akteure. Luka Garic (leichte Gehirnerschütterung), Jakob Lemmer (Grippe) und Manolo Rodas (Knieprobleme) haben grünes Licht erhalten für die Teilnahme am Trainingslager. Ebenfalls dabei ist der lange verletzte Leonidas Tiliudis. Der OFC gab gestern die vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem Mittelfeldspieler (19) bekannt. „Wir wollen Leo die Sicherheit geben, dass wir ihn weiter fördern und langsam aufbauen wollen“, erklärte Geschäftsführer Thomas Sobotzik.

Zum Stab der Offiziellen in Side gehören neben Barletta die Co-Trainer Dennis Bochow und Ramon Berndroth, Rene Keffel (Torwarttrainer), Bernd Winter (Teammanager), der neue Betreuer Alexander Seitz und Geschäftsführer Thomas Sobotzik. „Ich empfinde das Trainingslager als Geschenk“, freut sich Barletta auf die Zeit bis zum 5. Februar. „Wir werden im Training alle Bereiche abdecken, aber auch viel Gelegenheit haben, uns alle besser kennenzulernen.“   Von Jörg Moll

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