Eintracht gegen Fortuna Düsseldorf

Schwieriger Abend für Dieter Müller

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Dieter Müller war 1977 mit 34 und 1978 mit 24 Treffern Torschützenkönig der Bundesliga. In 303 Bundesligaspielen traf er 177 Mal.

Frankfurt - Am Freitagabend in der Frankfurter Arena standen ihm bis kurz vor Spielende die Schweißperlen auf der Stirn. Das gab der 64 Jahre alte Dieter Müller am Sonntag lachend zu. Von Holger Appel

Eintracht-Stürmer Luka Jovic war am Freitag mit seinem Fünfer-Pack gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf nah dran an Müllers Torrekord von vor 41 Jahren. Der ehemalige Präsident der Offenbacher Kickers, der in Maintal wohnt, hatte am 17. August 1977 beim 7:2 seines damaligen Vereins 1. FC Köln sechsmal gegen Werder Bremen getroffen. Ein Rekord für die Ewigkeit.

Dieter Müller, Sie waren am Freitag bei der Jovic-Gala gegen Düsseldorf live dabei in der Frankfurter Arena. Wie ist es Ihnen auf der Tribüne ergangen?

Das war echt schwierig für mich. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, es wäre mir egal, wenn mein Rekord fällt.

Sie waren also erst beruhigt, als Trainer Hütter in der 86. Minute Jovic aus der Partie nahm?

Trainer Hütter wusste das mit meinen sechs Toren sicher nicht. Als er Jovic kurz vor Ende gegen Hrgota ausgewechselt hat, konnte ich mich entspannt zurücklehnen. Insgesamt war das trotz des klaren Resultats zugunsten der Eintracht ein aufregender Abend für mich.

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Wie bewerten Sie Jovic und das 7:2?

Ich hatte früher zu meiner aktiven Zeit auch mal schwächere Gegner. Aber Düsseldorf war am Freitagabend wirklich extrem schlecht. Das hatte mit Bundesliga nichts zu tun. Da kann ein richtig guter Stürmer schon mal fünf Tore machen. Vor allem so einer wie Jovic, der links wie rechts schießen kann und auch gut im Kopfball ist.

Sebastian Haller hat auch zweimal getroffen.

Ja, die Eintracht ist im Spiel nach vorn schon stark. Das macht Spaß, ihr zuzuschauen. Und Ante Rebic hat nicht einmal gespielt. Da ist noch vieles möglich – aber mein Rekord bleibt zunächst weiter bestehen.

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