Kampf um Regionalligaplatz

Kickers Offenbach Profi GmbH stellt Insolvenzantrag

+

Offenbach - Nun ist es amtlich: Der OFC hat heute Morgen für seine Profi GmbH beim Amtsgericht Offenbach einen Insolvenzantrag gestellt. Der Verein kämpft nun für die Spielberechtigung in der Regionalliga.

Geschäftsführer David Fischer hat für die mit neun Millionen Euro verschuldete Profi GmbH beim Amtsgericht Insolvenz angemeldt. Das hat uns ein Pressesprecher des Gerichts auf Anfrage bestätigt. Zuständiger Richter ist Stefan Keim. Es gab keine andere Möglichkeit, denn der GmbH fehlte zuletzt jedes Finanzmittel. So haben die Spieler schon für die Monate April und Mai kein Gehalt mehr bekommen.

„Durch das Nichterteilen der Zulassung für die 3. Liga wurde unserem Sanierungsplan jedwede Grundlage entzogen“, erklärt OFC-Geschäftsführer David Fischer. „Der aus der Vergangenheit resultierende Schuldenberg war einfach zu groß.“

Finanzielle Sicherstellung des Spielbetriebs

Trotz größter Anstrengungen aller Beteiligten gelang es dem Traditionsverein am Ende doch nicht, Sanierungsbeiträge rechtswirksam und fristgerecht in einer Höhe zu vereinbaren, wie sie der DFB zur finanziellen Sicherstellung des Spielbetriebs und Zulassungserteilung für die Saison 2013/2014 eingefordert hatte.

„Auch wenn wir unser Ziel nicht erreicht haben, den Verein kurzfristig wieder auf gesunde wirtschaftliche Füße zu stellen, möchte ich mich bei allen Beteiligten, die buchstäblich bis zur letzten Minute alles für die Erteilung der Zulassung unternommen haben, ganz ausdrücklich bedanken“, so Fischer: „Vor allem unseren treuen Fans möchte ich sagen: Wir brauchen auch weiterhin eure Zuwendung, eure Unterstützung und euren Zuspruch für unseren Verein Kickers Offenbach.“

Kampf um Spielberechtigung für Regionalliga

Das Ziel wird es nun sein, in die Planinsolvenz zu gehen. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist Dr. Andreas Kleinschmidt von der Kanzlei White & Case. Der Idealfall wäre, eine Einigung mit den Gläubigern zu erzielen, die GmbH weiterzuführen und unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters in der Regionalliga weiterzuspielen.

„Das Insolvenzverfahren gibt uns die Chance für einen wirklich radikalen Einschnitt. Für uns ist es die Möglichkeit für einen sportlichen Neuanfang auf Basis seriöser wirtschaftlicher Grundlagen, um unseren Fans in Zukunft attraktiven Fußball ihrer Kickers bieten zu können“, sagt Fischer.

Sollten der OFC die Zulassung zur Regionalliga Südwest erhalten, spielt das Team in der nächsten Saison unter anderem gegen die zweite Mannschaft der Frankfurter Eintracht. So könnte die Regionalliga Südwest in der kommenden Saison aussehen: Kickers Offenbach, Waldhof Mannheim, Hessen Kassel, Eintracht Frankfurt II, Eintracht Trier, Wormatia Worms, SSV Ulm, TuS Koblenz, SC Pfullendorf, FC 08 Homburg, SG Sonnenhof Großaspach, SC Freiburg II, TSG 1899 Hoffenheim II, 1. FC Kaiserslautern II, 1. FSV Mainz 05 II, SpVgg Neckarelz KSV Baunatal, SVN Zweibrücken.

Wie der Verein mitteilt, ist es nun ein klares Bestreben, dass der Verein Offenbacher Fußball Club Kickers 1901 e.V. von der Insolvenz der Offenbacher Fußball Club Kickers 1901 GmbH nicht beeinträchtigt wird.

Eine Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten

Eine Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten

dr

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare