Nach Rückfrage bei Asamoah: OFC holt Hodja

Recks Netzwerk macht Eindruck

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Nach drei Jahren zurück beim OFC: Dren Hodja

Offenbach - Da sind offenbar zwei Parteien auf einer Wellenlänge: Bereits nach dem ersten Gespräch sei der Eindruck von Oliver Reck so gut gewesen, dass man diesem am liebsten direkt den Vertrag zum Unterschreiben hingelegt hätte, erzählte Sead Mehic, der Technische Direktor Sport beim OFC.

Ein paar Tage dauerte es dann aber doch, bis sich beide Seiten einig waren. Reck ist inzwischen Trainer des OFC. Und die Verantwortlichen sehen sich in ihrer Einschätzung bestätigt. Der neue Coach sei ein absoluter Teamplayer, hatte Vereinschef Helmut Spahn gelobt. Vizepräsident Michael Relic hob das taktische Verständnis des Fußballlehrers hervor und zeigte sich beeindruckt von dessen guten Kontakten. Die nächsten Gegner in der Liga lasse Reck bereits während der Vorbereitung beobachten. Und an Informationen komme der Neue aufgrund seines großen Netzwerkes ohnehin innerhalb weniger Minuten heran. So geschehen im Fall Dren Hodja, den der OFC gestern bis 2017 unter Vertrag nahm.

Über den 21-jährigen Offensivspieler hatte sich Reck unter anderem bei seinem Kumpel Gerald Asamoah erkundigt, der 2013 bis 2015 mit Hodja bei Schalke 04 II spielte. Dorthin war der gebürtige Offenbacher aus der A-Jugend der Kickers gewechselt. Zuletzt stand er beim Drittligisten VfR Aalen unter Vertrag, dieser wurde aber nach nur zwei Einsätzen am Mittwoch aufgelöst. Seitdem spielte der Sohn von Ibrahim Hodja (unter anderem einst BSC Offenbach) beim OFC vor.

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„Es freut mich, dass wir in Dren Hodja ein echtes Offenbacher Eigengewächs zurück an den Bieberer-Berg holen konnten“, sagte Mehic. „Dren ist mit seinen 21 Jahren bereits ein extrem cleverer Fußballer. Als Offensivkraft wird er unseren Angriff nochmals deutlich verstärken. Eine Spezialität, die ihn auszeichnet, sind seine gefährlichen Standards.”

Viel Zeit zur Eingewöhnung wird Dren Hodja nicht benötigen. Der Albaner, der von der F- bis zur A-Jugend beim spielte, kennt aus der Zeit im Kickers-Nachwuchs unter anderem Robin Scheu, Sascha Korb sowie Steven von der Burg. Er soll aber nicht der einzige Zugang in der Winterpause bleiben. Laut OFC-Geschäftsführer Remo Kutz haben die Verantwortlichen in den vergangenen Tagen Gespräche mit mehreren Kandidaten geführt. Gesucht wird vor allem noch ein Ersatz für den zu Drittligist Stuttgarter Kickers gewechselten defensiven Mittelfeldspieler Klaus Gjasula. Viel mehr gibt die finanzielle Situation offenbar nicht her. Bis zum Ende der Transferperiode am Sonntag um 24 Uhr will man „noch etwas machen“, kündigte Kutz an. Die letzte Chance, Kandidaten in einem Testspiel zu beobachten, bietet sich am Samstag, wenn der OFC um 14 Uhr bei Viktoria Aschaffenburg gastiert. Der Bayern- Regionalligist hat sich seinerseits verstärkt – mit Mehmet Yalcin (Gencler Birligi Aschaffenburg), Jonas Fritsch (zurück aus den USA) und dem einstigen OFC-Jugendspieler Danny Galm (Neckarelz). (cd)

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