Saisonstart gegen Ulm geglückt

Euphorische Stimmung beim OFC

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Der „Dosenöffner“: Moritz Reinhard köpft ein zum 1:0 für den OFC, nachdem Kevin Pezzoni (nicht im Bild) eine Ecke von Richard Weil an die Latte geköpft hatte.

Zwei Stürmertore haben den Auftaktfluch der Offenbacher Kickers in der Fußball-Regionalliga Südwest beendet und dem OFC einen optimalen Start in die Saison beschert.

Offenbach – Moritz Reinhard und Andis Shala sorgten für den 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen Mitfavorit SSV Ulm 1846 und dafür, dass die Kickers erstmals seit 2013 mit einem „Dreier“ in die Saison starteten. Schon zehn Minuten vor Schluss skandierten die Fans auf dem Bieberer Berg „Der OFC ist wieder da“. Zumindest ein Anfang ist gemacht.

„Wir haben alles reingeschmissen und gehen mit einem guten Gefühl aus diesem Spiel raus. Aber das muss man auch auf Strecke bringen§, sagte OFC-Trainer Daniel Steuernagel.

Der Anhang war hingegen bereits völlig euphorisiert, feierte die „neuen“ Kickers mit der „Uffta“ und minutenlangem Applaus.

Kickers Offenbach will eine Heimmacht werden

„Für das erste Spiel war das ordentlich. Im Umschaltspiel haben wir ein bisschen was liegen lassen, aber Ulm wenig gestattet“, sagte der neue OFC-Kapitän Richard Weil: „Wir wollen eine Heimmacht werden, das war der erste Schritt. Die Stimmung war überragend. 7000 Zuschauer haben Alarm wie 15 000 gemacht.“

Wie extrem der Umbruch beim OFC ausgefallen ist, zeigte sich bereits beim Blick auf die Startelf: Gleich acht Zugänge standen in der Anfangsformation. Für Jake Hirst und Francesco Lovric, vergangene Saison noch Stammkräfte, war sogar nur Platz auf der Tribüne.

OFC: 7041 Zuschauer verfolgten die Partie im Stadion

Das Interesse am neuen OFC war groß. 7041 Zuschauer verfolgten die Partie im Stadion - trotz Ferienzeit, Live-Übertragung im TV und der Tatsache, dass die Gäste kaum Fans dabei hatten. Der neue OFC-Präsident Joachim Wagner rief vor dem Spiel per Stadionmikrofon zur Einigkeit auf. Der harte Kern der Fans auf der Waldemar-Klein-Tribüne unterstrich das mit einem Plakat: „Ihr auf dem Platz, wir auf den Rängen“. Ein Motto, das auch die Spielführerbinde ziert.

Und die Fans auf den Stehplätzen gaben gleich Vollgas, sorgten für eine tolle Stimmung. Auf dem Platz musste sich das neu formierte Team jedoch erst finden. Bei allem Einsatz blieb zunächst vieles Stückwerk, auch wenn einige Zugänge - allen voran Weil - in der Anfangsphase bereits ihr Potenzial andeuteten. Für die ersten Ausrufezeichen sorgte aber der dienstälteste OFC-Spieler: Maik Vetter setzte sich zweimal stark am rechten Flügel durch (6., 11.), seine Hereingaben wurden aber geblockt. Wenig später hatte Kevin Pezzoni Pech, dass bei seinem Schuss noch das Bein eines Abwehrspielers im Weg war (19.). Nach der folgenden Ecke schlenzte Nejmeddin Daghfous den Ball übers Tor.

Dominik Draband reagiert stark

In der Folgezeit kam Ulm besser in die Partie und hatte innerhalb weniger Minuten zwei gute Chancen. Erst köpfte Lennart Stoll den Ball knapp neben den langen Pfosten (28.), dann reagierte der neue OFC-Torwart Dominik Draband bei einer scharfen Hereingabe stark (31.). Und der OFC? Hatte bei den Ecken zwar ein klares Übergewicht (5:1), kam aber bis zur Pause nicht mehr gefährlich vor das Tor. Trotzdem wurden die Kickers, bei denen im Abwehrzentrum neben Routinier Pezzoni das junge Eigengewächs Gerrit Gohlke (20) souverän agierte, mit Applaus in die Kabine verabschiedet.

OFC gewinnt Heimspiel gegen Ulm: Bilder

Stürmische Offenbacher in Hälfte zwei

Die zweite Hälfte begann mit stürmischen Offenbachern. Erst stand Shala beim Kopfball im Abseits (47.), doch nur zwei Minuten später fiel das 1:0. Nach einer Ecke köpfte Pezzoni an die Latte, doch Moritz Reinhard stand mal wieder goldrichtig, beförderte den Abpraller per Stirn über die Linie und ließ den Berg beben (49.). Der optimale Start für die Kickers, die vergangene Woche Standards geübt hatten.

Danach hatten die Ulmer zwar etwas mehr vom Spiel, ohne aber gefährlich zu werden. Nach einer knappen Viertelstunde fing sich der OFC wieder. Reinhard verpasste noch das 2:0, weil sein Schuss geblockt wurde (65.). Dann aber zog Vetter aus 16 Metern ab, Ulms Torwart Christian Ortag ließ den Ball nach vorne abprallen und Andis Shala staubte ab - 2:0 (74.). Marcos hätte bei einem Konter sogar noch auf 3:0 erhöhen können, zielte aber knapp vorbei.

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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