Maier wechselt zu Viktoria Köln

OFC: Nur ein Duo soll noch kommen

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Plant die Saison: Kickers-Trainer Daniel Steuernagel

Offenbach - Spanien, Kroatien, Griechenland - während die Profis des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach über Europa verteilt sind und ihren Urlaub genießen, plant der neue Trainer Daniel Steuernagel die kommende Saison. Von Christian Düncher 

Neidisch ist er nicht auf seine Spieler, sagt der 38-Jährige. „Ich hatte kürzlich eine Woche Urlaub. Und ab Sonntag müssen die Jungs auch wieder ran. “ Mit Pulsuhren ausgestattet sollen sie ihre Übungspläne umsetzen, bis am 17. Juni (10 Uhr) die gemeinsame Vorbereitung auf die neue Runde beginnt.

Auf der Grundlage der Ergebnisse des Laktattests haben die Spieler individuelle Aufgaben erhalten. „Wir benötigen eine gute Basis, sie sollen sich auf ein entsprechendes Niveau bringen“, erklärt Steuernagel, der hofft, mit dem Team üben zu können, „ohne viel in den Wald gehen zu müssen“. Nur mit Ball geht es aber auch nicht. „Der eine oder andere Lauf muss sein“, stellt der Coach klar. Schließlich erfordert seine Spielweise (aggressiv gegen den Ball und schnell nach vorne) eine gute Kondition.

Der Kader, der das umsetzten soll, wird weitestgehend identisch sein mit dem der abgelaufenen Spielzeit. Nachdem Dennis Schulte am Freitag bis 2019 verlängert und sich Eigengewächs Stefano Maier laut Pressemitteilung des OFC „trotz eines Angebots zu verbesserten Konditionen“ für einen Wechsel zu Viktoria Köln (Regionalliga West) entschieden hat, haben die Kickers für die kommende Runde bereits 19 Feldspieler und drei Torhüter unter Vertrag. Insgesamt wird mit einem 24-Mann-Kader geplant – plus Talente aus der U19. Linksverteidiger Julian Scheffler (1.FC Nürnberg II) ist bisher der einzige Neue. Gesucht wird nach Maiers Abgang noch ein Innenverteidiger – und ein Sechser. Beide nach Möglichkeit jung und deutsch, damit sie unter die U23-Regel fallen. Und beide sollen „Verstärkungen“ sein, wie Steuernagel betont. Bedeutet: Die Kickers planen ohne Alexandros Theodosiadis, Luca Dähn, Grgo Zivkovic und Nicola Jürgens, deren Verträge auslaufen.

Dass es wenige personellen Veränderungen gibt, ist für den neuen Trainer kein Problem. „Es ist ja nicht so, dass ich keinerlei Einfluss auf die Personalplanung habe. Das alles war Teil unserer Gespräche“, stellt er klar. Er habe den OFC in der abgelaufenen Spielzeit dreimal gesehen und „viel Potenzial“ erkannt. „Die Kickers haben viele gute Spieler in ihren Reihen. Meine Analyse hat sich mit der von Sportdirektor Sead Mehic gedeckt. Wir denken nicht, dass wir an vielen Stellen etwas ändern müssen.“

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Maier, der seit der Jugend beim OFC spielte und es auf 126 Einsätze in der Regionalliga bringt, hätte Steuernagel gerne weiter in der Innenverteidigung gesehen. „Dass er geht, ist schade, aber er hat sich so entschieden“, sagt der Coach. Von Schulte, der bereits in seine sechste Saison bei den Kickers geht und sowohl innen als auch links verteidigen kann, erhofft er sich, dass er „mit seiner Erfahrung und Variabilität ein wichtiger Faktor sein“ wird.

Gedanken darüber, wen die Kickers noch holen könnten, kann sich Steuernagel auf der täglichen Autofahrt machen. „Ich brauche rund 50 Minuten nach Offenbach“, erzählt der Mittelhesse. „So nah wie damals bei Teutonia Watzenborn-Steinberg werde ist es zwar wohl nie wieder haben, aber Kickers Offenbach ist für mich absolut ideal. So muss ich nicht umziehen. Dass das auch anders hätte kommen können, hatte ich mit meiner Frau besprochen, als es um die Entscheidung ging, ob ich Fußballlehrer werde.“

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Und was ist sonst noch anders beim OFC? „Das mediale Interesse ist viel größer.“ Als im Internet die Meldung kursierte, dass er Kickers-Trainer werde, habe er am nächsten Morgen 50 Nachrichten auf dem Handy gehabt. „Die Art und Weise der Arbeit ändert sich hingegen nicht groß.“

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