Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit

Profi GmbH der Kickers stellt erneut Insolvenzantrag

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Offenbach - Schock für den OFC: Der Klub teilte heute Morgen mit, beim Amtsgericht einen erneuten Insolvenzvertrag eingereicht zu haben. Grund ist ein Millionen-Defizit.

Dem OFC fehlt viel Geld – wieder einmal: Die Profi GmbH der Offenbacher Kickers hat bereits am Mittwoch beim Amtsgericht in Offenbach einen Insolvenzantrag gestellt. Dies teilte der Traditionsklub heute Morgen mit. Grund für diesen Schritt seien eine drohende Zahlungsunfähigkeit sowie eine Überschuldung der Gesellschaft. Nach vorläufigen Berechnungen der Kickers werde für das Geschäftsjahr 2015/16, welches am 30. Juni endet, ein finanzielles Minus von etwa 1,1 Millionen Euro zu Buche stehen.

Seit der Amtsübernahme Ende November 2015 habe das neu gewählte Team um Präsident Helmut Spahn zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, hieß es in der Presseerklärung. Dazu zählten etwa der Trainerwechsel, die Winter-Transfers, der Wechsel des Geschäftsführers, weitere Erlöse beim Sponsoring sowie Zusatzeinnahmen im VIP-Raum. Diese Maßnahmen hätten zwar zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Ergebnisse geführt, dennoch laufe die Berechnung auf das Millionen-Defizit hinaus. „Der Insolvenzantrag ist sicherlich kein leichter Schritt. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass uns diesmal ein echter Neuanfang gelingt“, erklärt OFC-Geschäftsführer Remo Kutz. Der Spielbetrieb soll fortgeführt werden.

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Auch soll ein konkurrenzfähiger Kader für die kommende Saison zusammengestellt werden. „Kickers Offenbach hat eine lange Tradition. Wir werden alles dafür tun und den Insolvenzverwalter bestmöglich unterstützen, um diesem besonderen Club eine wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen“, meinte Kutz. Bereits am 7. Juni 2013 hatte die Profi GmbH der Kickers beim Amtsgericht in Offenbach einen Insolvenzantrag gestellt. Damals hatte Geschäftsführer David Fischer Insolvenz für die mit neun Millionen Euro verschuldete Profi GmbH beim Amtsgericht angemeldet.

Bilder: Mitgliederversammlung bei Kickers Offenbach

Immerhin die beiden Hauptsponsoren, Energieversorgung Offenbach (EVO) und die Sparda-Bank-Hessen, bekundeten in der Erklärung ihre enge Verbundenheit zum OFC. Sie stünden auch weiterhin als Partner zur Seite, hieß es. Über den Insolvenzantrag beim Offenbacher Amtsgericht wird der OFC heute Nachmittag gegen 16 Uhr in einer Pressekonferenz informieren.

dani

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