Weil und Shala kommen, Hodja geht

OFC stellt sich im zentralen Mittelfeld neu auf

+
Abschied perfekt: Dren Hodjas 109. Regionalliga-Einsatz beim 0:0 gegen den FC Homburg mit dem Ex-Offenbacher Ihab Darwiche (rechts) war der letzte im OFC-Trikot.

Personalentscheidungen im Stundentakt beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach: Zunächst bestätigte Sportdirektor Sead Mehic die Trennung von Dren Hodja, wenig später gab der Klub die Verpflichtung von Richard Weil (1. FC Magdeburg) bekannt.

Offenbach – Und zu guter Letzt folgte die Nachricht, dass in Andis Shala (Rot-Weiß Erfurt) auch noch ein neuer Mittelstürmer verpflichtet wurde.

Dren Hodja hat jetzt Klarheit. Der gebürtige Offenbacher, der vor dreieinhalb Jahren vom VfR Aalen zum OFC zurückkehrte und in 109 Regionalligaspielen 33 Tore erzielte und zehn Vorlagen zu Treffern gab, muss sich neu orientieren. Hodja hatte noch nach dem letzten Spieltag gegen den FC Homburg (0:0) betont, gerne bleiben zu wollen.

Sportdirektor Sead Mehic bestätigte nun aber, dass der Verein auf eine weitere Zusammenarbeit verzichten wird. „Wir haben uns dafür entschieden, uns im zentralen Mittelfeld neu aufzustellen“, erklärte Mehic. Der Grund dafür trägt auch den Namen Richard Weil. Den 31 Jahre alten Mittelfeldspieler vom Zweitligaabsteiger 1. FC Magdeburg nahm der OFC gestern für zwei Jahre unter Vertrag.

OFC will mehr Erfahrung im Kader

Das Profil für Zugänge hatten Mehic und Trainer Daniel Steuernagel klar umrissen. Mehr Erfahrung sollte her, neue Typen, die ein Team führen. In Luigi Campagna hatte der OFC früh einen solchen Spieler vom Ligarivalen SSV 1846 Ulm verpflichtet. Seit gestern stehen zwei weitere Akteure mit den gewünschten Attributen zur Verfügung. Richard Weil (31) verfügt nicht nur über reichlich Erfahrung in höheren Ligen (22 Zweitligaspiele, 207 Drittligaeinsätze).

Andis Shala löste seinen Vertrag in Erfurt auf.

Der gebürtige Frankfurter stieg 2008 mit der U23 der Eintracht in die damals drittklassige Regionalliga Süd (31 Einsätze) auf. Danach zog es ihn zum 1. FC Heidenheim und nach Stationen beim FSV Mainz 05 II und den Würzburger Kickers nach Magdeburg. Weil weiß, wie Aufstieg geht. Mit Mainz 05 II kämpfte er sich 2015 durch die Relegation in die 3. Liga, mit den Würzburger Kickers (2016) und Magdeburg (2017) gelang ihm jeweils der Sprung in die 2. Liga.

Kickers Offenbach: Daniel Steuernagel von Richard Weil überzeugt

„Mit Richard haben wir einen Spieler verpflichtet, der im zentralen Defensivbereich sehr flexibel einsetzbar ist. Er wird uns mit seiner Präsenz und seiner Mentalität sehr guttun“, ist Trainer Daniel Steuernagel überzeugt. „Ich versuche, in der Zentrale Ordnung ins Spiel zu bringen“, erklärt Weil.

Über große Erfahrung verfügt auch Andis Shala. Der 30-jährige Deutsch-Bosnier mit Gardemaß (1,91 m) stürmte zuletzt für Rot-Weiß Erfurt (14 Tore in 32 Spielen). Zuvor war der beim SV Waldhof Mannheim und Hannover 96 ausgebildete Angreifer für den BFC Dynamo Berlin, SV Babelsberg 03 und Carl Zeiss Jena ebenfalls in der Regionalliga Nordost am Ball, für den Halleschen FC bestritt er 14 Drittligaspiele - und für Dundee United zwischen 2008 und 2011 sogar 30 Spiele in der ersten schottischen Liga.

Richard Weil spielte 15-mal 2. Liga für Magdeburg.

„Er wird uns mit seiner Robustheit und Ballsicherheit helfen“, ist Mehic überzeugt. Shala hatte zuvor seinen Vertrag bis 2020 bei den Thüringern aufgelöst, kommt somit ablösefrei zum Bieberer Berg. „Ich freue mich sehr auf die Zeit bei den Kickers. Ich hoffe, wir können eine gute Chemie zwischen Mannschaft und Fans aufbauen, um ein Ziel zu verfolgen: den Aufstieg“, sagt Shala. Klare Worte zum Einstand.

VON JÖRG MOLL

Lesen Sie auch:

OFC verpflichtet zwei Neuzugänge - Kampfansage an die Liga?

Der OFC rüstet weiter auf. Am Montag gab der Verein die Verpflichtung eines richtigen Aufstiegs-Experten bekannt.

Stimmungswandel nach Schwächephase: Mehic und Steuernagel forcieren den Umbruch

Die sechste Spielzeit in der Fußball-Regionalliga war eine wechselvolle in vielerlei Hinsicht für die Offenbacher Kickers. In einer vierteiligen Serie blicken wir zurück: TEIL IV: Personalwechsel.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare