27-Jähriger peilt erneut Aufstieg an

Franke will es bei den Kickers nochmal wissen

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Soll die Abwehr dirigieren: Thomas Franke. Der 27-Jährige kam von Nordost-Regionalligist TSG Neustrelitz zum OFC.

Offenbach - Thomas Franke kann es kaum erwarten. „Ich verspüre absolute Vorfreude“, sagt der Zugang der Offenbacher Kickers vor dem ersten Heimspiel der Saison 2015/16 in der Regionalliga Südwest am Samstag (14 Uhr) gegen den FC Homburg. Von Christian Düncher

Beide Teams kamen zum Auftakt trotz Führung nur zu einem Remis. Homburg spielte 1:1 gegen Mannheim, die Kickers nach 2:0 lediglich 2:2 in Kassel. Unter Zugzwang sieht Franke den OFC deshalb allerdings (noch) nicht. „Warum sollten wir Druck verspüren?“, fragt der Innenverteidiger. Der FC Homburg sei zwar wie Kassel ein starker Gegner, Offenbach werde aber „immer wieder aufstehen“ und habe „einen Kader, mit dem wir eine richtig gute Saison spielen können“.

Franke soll darin eine wichtige Rolle übernehmen, ist als Führungsfigur vorgesehen und bereit, diese Herausforderung anzunehmen. Der 27-Jährige war zuletzt beim Nordost-Regionalligisten TSG Neustrelitz Kapitän und weiß zudem, worauf es nach einem verpassten Aufstieg ankommt. Denn mit dem Klub aus Mecklenburg-Vorpommern scheiterte er 2014 – wie vergangene Saison der OFC – als Meister in der Relegation zur 3. Liga. „Ich kenne die Situation“, betont Franke, sieht aber einen großen Unterschied: „In Neustrelitz brach damals alles zusammen.“ Der OFC hat hingegen nur drei Leistungsträger verloren.

Für Offenbach hat sich der aus Brandenburg stammende Blondschopf, der einen Vertrag bis 2016 mit Option (Verlängerung bei Aufstieg) unterzeichnet hat, aufgrund der Perspektive entschieden, mittelfristig wieder höherklassig zu spielen. Für Dynamo Dresden kam er 2010/11 elfmal in der 3. Liga zum Einsatz, für Energie Cottbus sogar dreimal in der 2. Liga. Sein Debüt bleibt ihm „ewig“ in Erinnerung: Cottbus gewann am 30. Spieltag der Saison 2009/10 mit 4:2 gegen Fortuna Düsseldorf und entledigte sich damit der Abstiegssorgen. Franke spielte durch. Allerdings hatte er sich während der Partie die Nase gebrochen und musste operiert werden.

OFC siegt weiter

Über Dresden und die 3. Liga ging es für Franke 2011 in die Oberliga zur TSG Neustrelitz. Gleich in der ersten Saison gelang der Aufstieg. „Für solche Erlebnisse ist man Sportler. Das ist das Geilste“, sagt er. Auch um dieses Gefühl erneut zu erleben, ist er nach Offenbach gewechselt. „Ich bin im besten Fußballer-Alter und will es absolut nochmal wissen“, betont Franke, der vor der Entscheidung pro OFC auch ein Probetraining bei Drittligist Aue absolviert hatte. Bei den Kickers stand er aber schon länger auf dem Zettel.

Mit ihm nach Offenbach gekommen ist seine Freundin Denise. Beim Eingewöhnen half zudem Offensivspieler Devann Yao, mit dem er zuletzt in Neustrelitz spielte und der kurz nach ihm verpflichtet wurde. „Das lief aber unabhängig von mir“, betont Franke. „Der Trainer wollte nur meine Meinung dazu hören.“ Und die ist auch künftig gefragt, als Führungsspieler und Abwehrchef.

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