Treske, Akgöz und Hecht-Zirpel

Gelernte Kräfte im Angriff sind zurück

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Varol Akgöz (links) und Florian Treske (Mitte) jubelten letztmals beim 3:1 gegen Ulm am 2. Dezember gemeinsam, nachdem Akgöz das 2:1 erzielt hatte. Treskes letztes Regionalliga-Tor datiert vom 11. November. Beim 3:0 gegen Schott Mainz hatte er zum 1:0 getroffen. Rechts: Stefano Maier.

Offenbach - Die Offenbacher Kickers könnten an diesem Samstag (14 Uhr) erstmals in diesem Jahr mit zwei gelernten Angreifern auflaufen. In Niklas Hecht-Zirpel, Florian Treske und Varol Akgöz stehen alle drei zuletzt angeschlagenen Stürmer zur Verfügung. Von Jörg Moll 

Das dürfte auch Maik Vetter und Dren Hodja freuen, die zuletzt aushilfsweise ganz vorne agieren mussten.
Ganz glücklich war Sead Mehic mit der jüngsten Situation im Angriff des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach nicht. Beim 1:1 in Kassel und beim 0:0 gegen Freiburg begannen Maik Vetter und Dren Hodja ganz vorne. „Sie haben sich sehr bemüht“, lobt der Sportdirektor des OFC: „Aber es ist schon ein Unterschied, wenn dort gelernte Stürmer auflaufen oder Spieler, die normal auf anderen Positionen agieren.“ Auch Vetter, in dieser Saison häufiger zweite Spitze und schon sechsmal als Torschütze in Erscheinung getreten, sieht der Sportdirektor der Kickers perspektivisch nicht im Angriff. Hodja schon gar nicht, auch wenn der 24-Jährige mit neun Treffern bester Torschütze des Tabellenzweiten ist.

So die Trainingswoche keine negativen Überraschungen bringt, kann Trainer Oliver Reck erstmals in diesem Jahr auf drei echte Angreifer zurückgreifen und Hodja und Vetter ins Mittelfeld zurückziehen. Florian Treske und Varol Akgöz, beide von Achillessehnenproblemen genesen, kamen zuletzt gegen Freiburg nach der Pause ins Spiel. Hecht-Zirpel (3 Saisontore) hat seine Knieprobleme ebenfalls überwunden, trainierte gestern erstmals mit. „Es hält alles“, atmete der 24-Jährige auf, der bei den 3:0-Siegen gegen Elversberg und in Völklingen neben Vetter im Angriffszentrum agierte.

Auch Florian Treske brennt darauf, wieder in die Startformation zurückzukehren. „Mir geht es gut, am Fuß gehört alles wieder dahin, wo es sein soll“, sagte er gestern nach dem Training lächelnd. Zwei Wochen lang jeden Tag spezielle Therapie für die Problemzone Achillessehne haben sich gelohnt. „Ich habe keine Schmerzen mehr“, sagt Treske, den vergangene Woche auch noch ein Infekt zurückgeworfen hatte.

Der 30-Jährige kommt in dieser Saison auf acht Tore und vier Vorlagen in der Regionalliga. Der ehemalige Wormser, kein Mann der weiten Wege, weiß wie kein Zweiter im OFC-Team, wo er „in der Box“ zu stehen hat, und wie er Anspiele verarbeitet, um sie in den eigenen Reihen zu halten. „Du brauchst einfach solche Anspielstationen in der Angriffsmitte“, sagt Mehic.

Bilder: OFC zu Gast in Kassel

Der Sportdirektor ist überzeugt, dass Treske auch an der Seite von Varol Akgöz im Sturm agieren kann. Der ebenfalls 30 Jahre alte Akgöz verpasste aufgrund von Achillessehnenproblemen die Vorbereitung, holte die Rückstände in der Reha auf und fühlt sich nun „immer besser“. In Kassel und gegen Freiburg kam der Topjoker des OFC (vier Tore nach Einwechslungen) jeweils nach der Pause ins Spiel. Ganz zufrieden war er nicht, auch nicht mit der Punktausbeute. „Es wäre mehr drin gewesen für uns“, meinte Akgöz.

Steigerungspotenzial nach acht Punkten aus vier Spielen ohne Niederlage sieht auch Sead Mehic. Ihm ist vor allem nicht entgangen, dass der OFC stets lange Anlaufphasen benötigte. Für die Partie am Samstag in Stuttgart fordert Mehic daher folgerichtig: „Wir müssen von Anfang an richtig ins Spiel kommen und sofort zeigen, dass wir es sind, die die drei Punkte haben wollen.“ Die Dominanz, die die Kickers zuhause (32 Punkte aus 13 Spielen) so oft zu erzeugen vermögen, erhofft sich Mehic auch auswärts (18 Zähler aus 12 Spielen). „Da sind wir besser geworden, aber wir haben Luft nach oben“, ist er überzeugt.

Bilder: OFC empfängt Freiburg-Reserve

Positiv stimmt Mehic, dass bis auf Serkan Göcer (individuelles Training nach Schulter-OP), Luca Dähn (Reha) und Ko Sawada (Knieprobleme) alle Akteure an Bord sind. Kapitän Daniel Endres und Ihab Darwiche setzten gestern nur wegen Infekten aus. Alexandros Theodosiadis mischte nach kurierter Wadenverletzung munter mit.

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