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Offenbacher Verbot ärgert die Kickers: „Unglaublich“

Sparda-Bank-Hessen-Stadion in Offenbach
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Sparda-Bank-Hessen-Stadion in Offenbach

Während andere Teams wieder damit begonnen haben, die Spieler zumindest in Zweiergruppen trainieren zu lassen, müssen sich die OFC-Profis weiterhin alleine zu Hause fit halten.

  • Thomas Sobotzik verärgert
  • OFC darf weiterhin nicht trainieren
  • Unterschiedliche Regelungen für OFC-Geschäftsführer unverständlich

Offenbach – Für die Offenbacher Kickers bleibt alles, wie es ist. Aber genau das ärgert Thomas Sobotzik. „Ich finde es unglaublich, dass innerhalb eines Bundeslandes unterschiedliche Regelungen möglich sind“, schimpft der Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten. Der Hintergrund: Während nach Zweitligist SV Wehen Wiesbaden auch der Erstligist Eintracht Frankfurt wieder damit begonnen hat, die Spieler zumindest in Zweiergruppen trainieren zu lassen, müssen sich die OFC-Profis weiterhin alleine zu Hause fit halten.

OFC: Strafandrohung des Ordnungsamtes

Nachdem Anfang der vergangenen Woche der erste Versuch der Kickers Kleinstgruppen-Training unter Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienevorschriften auf der eigenen „Betriebsstätte“ (Sobotzik) aufzunehmen, daran gescheitert war, dass das Ordnungsamt dies bei Straf-androhung untersagt hatte, folgte am Samstag eine Bestätigung dieses Verbots. Sobotzik hatte beim Gesundheitsamt vorgetragen, dass in vielen anderen Bundesländern Berufsfußballer in Zweiergruppen trainieren dürfen, wenn sie sich an die vorgeschriebenen Regeln halten. Ohne Erfolg.

Die Offenbacher Behörden wollen offenbar keine Entscheidung treffen, ohne das Okay von Seiten des Landes zu haben. In Wiesbaden und Frankfurt ist das anders. „Anscheinend müssen sich in Offenbach Leute in irgendwelchen Ämtern profilieren und ihre neu erlangte Entscheidungskompetenz demonstrieren“, sagt Sobotzik.

OFC: Regelung für Sobotzik unverständlich

Andere Städte, andere Sitten. Für Sobotzik ist das völlig unverständlich. „Wie ist es möglich, dass auf der anderen Mainseite trainiert werden darf, es uns als OFC aber erneut untersagt wurde. Die Eintracht hatte sogar zwei Corona-Fälle in der Mannschaft und im Betreuerstab“, merkte der Geschäftsführer der Kickers an.

Offenbachs Behörden beschreiten diesbezüglich tatsächlich einen Sonderweg. So trainieren bis auf Werder Bremen und den SC Freiburg alle Erstligisten sowie viele Zweitligisten spätestens ab dieser Woche wieder in Kleinstgruppen. Es ist jedoch gut möglich, dass es für Hessen bald eine landesweit gültige Regel gibt. Laut Innenministerium wird geprüft, „ob eine Lockerung für Berufssportler gestattet werden kann“. Falls ja, würde in Offenbach das Ordnungsamt sicher auch sein Okay geben.

Unterdessen hat der OFC einen großen Verlust zu beklagen: Marga Spitzfaden ist gestorben. Sie wurde liebevoll „Kickers-Oma“ genannt.

VON CHRISTIAN DÜNCHER

Nun noch ein weiteres Problem für die Kickers Offenbach. Die Saison in der dritten Liga wurde abgebrochen. Der OFC landet auf Platz acht.

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