Stefano Maier kämpft sich nach seiner Verletzungsmisere heran

Kickers-Verteidiger freut sich auf Comeback

Offenbach - Die Anzahl der Ausfälle häufte sich zuletzt bei den Offenbacher Kickers. Es gibt aber auch positive Nachrichten. Innenverteidiger Stefano Maier, der seit Ende Januar verletzt gefehlt hatte, will schon bald sein Comeback geben. Von Christian Düncher 

Eigentlich soll Stefano Maier bei Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach eine tragende Rolle spielen. Christopher Fiori, der Geschäftsführer des OFC, hatte den zentralen Abwehrspieler unlängst als wichtige Stütze bezeichnet. Doch dieser Aufgabe konnte Maier zuletzt nur bedingt gerecht werden. Schmerzen im Knie, ausgelöst durch einen Knochenvorsprung, zwangen ihn immer wieder zu Pausen. Mit seinen Kollegen hat Maier seit rund zwei Wochen nicht mehr auf dem Platz gestanden und unter anderem das Trainingslager auf Zypern verpasst. Nun hofft er auf ein baldiges Comeback.

In Neu-Isenburg hatte sich der 24-Jährige zuletzt im Reha-Zentrum „R2comSport“ einer speziellen Therapie mit Stoßwellen und Laserbestrahlung unterzogen. Offenbar mit Erfolg. „Es fühlt sich gut an“, sagte Maier jetzt nach einem ersten Belastungstest auf einem Laufband. „Ich habe lediglich ein leichtes Ziehen verspürt. Aber das ist normal, da es sich um eine Art Entzündung handelt“, so Maier. Der Knochenvorsprung hatte kleinere Einrisse in der Patellasehne verursacht. Mehrere Stunden am Tag arbeitete der Defensivspieler in der Reha für sein Comeback. Heute will er das erste Mal wieder „ein bisschen auf dem Platz“ trainieren. „Ich hoffe, es geht in die richtige Richtung.“

Maier will auf alle Fälle versuchen, diese Saison noch so viele Spiele wie möglich zu machen. Und danach? „Man muss schauen, wie es sich entwickelt“, sagte er. Ein operativer Eingriff ist nicht mehr ausgeschlossen. „Eventuell muss man den Knochen nach der Saison abschleifen. Das müsste man in fünf bis sechs Jahren wiederholen. So lange hätte ich dann jedoch hoffentlich erstmal Ruhe.“ Eine genaue Prognose für den Zeitpunkt des Comebacks traut sich Maier nicht zu. „Das ist schwer zu sagen. Da muss man wirklich von Tag zu Tag schauen, wie es sich entwickelt“, sagte er. Ein Einsatz im ersten Punktspiel des neuen Jahres am nächsten Samstag, 18. Februar, 14 Uhr, beim Tabellenletzten FC Nöttingen ist unwahrscheinlich. „Das wird knapp. Aber danach haben wir eine Woche frei“, betont das Eigengewächs. „Im zweiten Spiel will ich auf jeden Fall dabei sein.“

Dass er einen Teil der Vorbereitung verpasst hat, sieht der Abwehrspieler zumindest in konditioneller Hinsicht nicht als Problem: „Natürlich habe ich ein bisschen Rückstand. Ich glaube aber, dass ich auf einem guten Level bin. Und als Innenverteidiger kann man das mit Auge und Stellungsspiel gut kompensieren“, versichert er. Maier weiß, dass sein Comeback den Kickers mit Blick auf die jüngsten Ausfälle guttun würde: „Zuletzt haben sich die negativen Nachrichten leider gehäuft. Jetzt müssen wir halt alle zusammenrücken.“

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