Erste Übungseinheit mit Reck

Theater und Feuer auf Trainingsplatz

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Duell unter den Augen des neuen Trainers: Oliver Reck (hinten) schaut Marcel Gebers (links) und Testspieler Dren Hodja (Mitte) beim Zweikampf zu.

Offenbach - Der neue Trainer Oliver Reck hat gestern zum ersten Mal eine Übungseinheit bei Kickers Offenbach geleitet. Es ging wesentlich lauter zu als unter Vorgänger Rico Schmitt. Von Christian Düncher

Neue Spieler konnte der Coach aber noch nicht begrüßen. Dafür droht ein weiterer Ausfall. Beim OFC herrscht seit gestern ein anderer Ton. Als Oliver Reck am Vormittag das erste Mal zum Training bat, hallte die Stimme des neuen Übungsleiters immer wieder über den Kunstrasenplatz am Wiener Ring. Der 50-Jährige forderte, korrigierte und kritisierte, aber vor allem lobte er. Gelungene Aktionen wurden von ihm ebenso lautstark kommentiert wie schlechte.

Bereits vor der Übungseinheit war viel gesprochen worden – in der Kabine. Nachdem er sich der Mannschaft am Mittwoch kurz vorgestellt hatte, richtete der neue Trainer gestern noch einmal das Wort an die Spieler. Um die 1:3-Pleite im Test gegen Fulda sei es dabei nur kurz gegangen, betonte er. Gleichwohl packte Reck die Spieler bei der Ehre. Jeder einzelne solle ihm beweisen, dass das, was gegen Fulda gezeigt wurde, nur eine Ausnahme war. Im ersten Training unter Leitung des neuen Coaches war das offenbar bereits gelungen.

„Mein erster Eindruck ist, dass die Mannschaft sehr bereit, willig und aufnahmefähig ist. Das, was ich gerne habe, nämlich ein bisschen Theater und Feuer auf dem Trainingsplatz, war da“, sagte der Fußball-Lehrer. In der Kabinenansprache sei es zuvor unter anderem um Regeln im Umgang miteinander sowie um Hierarchien gegangen. „Gerade die Spieler, die länger dabei sind, müssen das Zepter in die Hand nehmen“, forderte Reck. Das Trainerteam könne zwar Vorgaben machen, stehe aber nicht auf dem Platz und könne daher oft nur korrigierend eingreifen. Damit das nicht zu oft erforderlich ist, verlangt Reck von den Spielern, „dass sie das teilweise übernehmen“.

Erstes OFC-Training mit Oliver Reck: Bilder

In Kapitän Daniel Endres fehlte beim Test gegen Fulda ein Führungsspieler wegen Problemen mit dem Armbeuger. Gestern trainierte er jedoch wieder. Dafür bereitet Thomas Franke Sorgen. Der Verteidiger klagte zum wiederholten Mal über Schmerzen im Fußgelenk, war zur Untersuchung beim Arzt. Sofern die Kickers im Abwehrzentrum nochmal nachlegen müssten, könnte Adli Lachheb ein Kandidat werden. Der Tunesier spielte einst in der OFC-Reserve, später unter anderem unter Reck bei Zweitligist MSV Duisburg – und weilte gestern in Offenbach.

Am Samstag (14 Uhr) bestreitet der OFC seinen nächsten Test – in Aschaffenburg.

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