Gladbach kommt mit Neuville und Adigo

OFC will bei Comeback nach 15 Jahren in die zweite Runde - egal wie

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Damian Herth (links, gegen den VfB Stuttgart) ist mit der Kickers-U19 am Samstag im DFB-Pokal gefordert.

In der A-Junioren-Bundesliga haben die Offenbacher Kickers nach zehnjähriger Abstinenz mit einem guten Start (sechs Punkten aus drei Spielen) für Aufsehen gesorgt.

Offenbach – Das soll nun auch im DFB-Juniorenpokal gelingen, in dem der letzte Auftritt des OFC sogar bereits 15 Jahre zurückliegt. Damals, am 22. August 2004, unterlagen die Kickers – u. a. mit Christian Como (Tor), Christian Müller, Steffen Schrod, Alexander Karrer und Varol Akgöz – als Hessenligist Nord-Bundesligist TeBe Berlin verdient 0:1 (0:1). Karlo Wöll, seinerzeit Trainer der OFC-U19, war trotzdem „keineswegs unzufrieden. Die Jungs haben ihre Sache gut gemacht“.

Das ist nun auch das Ziel für Samstag (11 Uhr), wenn die Kickers in der ersten Pokalrunde den West-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am Wiener Ring empfangen. „Klar sind die Gladbacher Favorit, aber es ist Pokal und da geht es am Samstag nur um ein Spiel“, betonte Kickers-Trainer Steven Keßler vor dem Duell mit den „Fohlen“, die in der Liga noch unbesiegt sind. Sie gewannen gegen Schalke 04, Preußen Münster und Borussia Dortmund, zuletzt gab es ein Unentschieden bei Fortuna Düsseldorf. „In dem Spiel habe ich sie beobachtet. Sie haben zwei Türme als Innenverteidiger, beide wohl über 1,90 Meter groß, und vorne eher kleinere, wendige und schnelle Stürmer. Die Mannschaft hat in dem Spiel wenige Fehler gemacht und ist nach dem 1:1 nicht mehr viel Risiko gegangen. Das wird am Samstag im Pokal anders sein, da müssen sie mehr investieren“, weiß Keßler.

Im Kader der Gladbacher ist auch Ryan Adigo, der Sohn des früheren OFC-Profis Dinalo Adigo (1993 bis 1995 als Außenbahnspieler in Offenbach). Neben dem erfahrenen Jugendtrainer Sascha Eikel sitzt auch noch der ehemalige deutsche Nationalspieler Oliver Neuville auf der Bank der Borussia.

Bei den Kickers kehrt nach verbüßter Rotsperre Daniel Dejanovic zurück in den Kader. „Wir können aus dem Vollen schöpfen und wollen in die zweite Runde einziehen - egal wie. In der Bundesliga zu spielen, ist schon ein tolles Erlebnis, aber der Pokal toppt das noch mal. Wir erwarten mehr als 250 Zuschauer, denen wollen wir einen tolles Pokalspiel liefern“, so Keßler. (cd/stef)

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