Kickers Offenbach

OFC-Trainerteam um Angelo Barletta will mit neuen Attributen Erfolg haben

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Neue Offenbacher Hoffnungsträger: Ramon Berndroth (von links), Thomas Sobotzik, Angelo Barletta und Dennis Bochow sollen beim OFC mit ihrer sportlichen Expertise „die Wahrscheinlichkeit erhöhen, mehr Siege einzufahren“, wie es Sobotzik ausdrückte. 

Bei Kickers Offenbach sollen ziemlich gute Freunde dafür sorgen, dass es wieder erfolgreichere Zeiten beim Fußball-Regionalligisten gibt.

Offenbach - Zwei Wochen nach seiner Vorstellung als Geschäftsführer der Offenbacher Kickers hat Thomas Sobotzik seine ersten Personalien offiziell verkündet. Und als er da saß auf dem Podium im Mannschaftshotel am Kaiserlei und Angelo Barletta sowie dessen Assistenten Ramon Berndroth und Dennis Bochow vorstellte, schien es, als seien gute Freunde wieder vereint. Sobotzik, der einst mit Barletta beim FSV spielte und von Ramon Berndroth bei Eintracht Frankfurt und beim FSV trainiert wurde, wollte über die Dauer der Verträge seiner Freunde nichts Konkretes sagen. „Das ist eine ganz tolle Konstellation“, meinte er stattdessen. Das Trainerteam mit Barletta (42), dessen langjährigem Weggefährten Bochow (38) und Branchen-Insider Berndroth (67) „decke alle Felder ab“. Barletta sei als Spieler und Trainer mit Auf- und Abstiegskampf betraut gewesen. Berndroth habe im Fußball alles erlebt. „Er kann uns eine andere Komponente geben. Er hat den besonderen Blickwinkel“, so Sobotzik.

OFC: Situation bei Kickers Offenbach ist schwierig

Die Situation beim zwischenzeitlich tief gestürzten Tabellenneunten nannte Sobotzik „schwierig. Aber ich bin überzeugt, dass wir die Herausforderung wuppen werden“. Die Attribute, die sich die neue sportliche Führung auf die Fahne geschrieben hätten, hießen „Leidenschaft, Loyalität, aber auch eine große Portion Demut“. Barletta bemühte das branchenüblich gerne inflationär benutzte Motiv „Herzensklub“ zum Wechsel. Doch dem Mann, der einst beim OFC seine Profikarriere startete, nimmt man das ab. Er dankte Bayern Alzenau für die Freigabe für den „Klub, der mir so viel bedeutet“.

Nach dem Hessenpokalsieg des OFC in Alzenau (1:0 nach Verlängerung) habe es konkreten Kontakt mit Sobotzik gegeben „Ich kann in Worten nicht ausdrücken, wie glücklich ich bin, hier zu sitzen“, betonte Barletta und lobte: „Wir haben sehr fähige, leidenschaftliche Leute im Verein.“ Als sensationell bezeichnete er die von Sobotzik initiierte Chance, mit Berndroth zusammenzuarbeiten. „Er ist ein Ziehvater für mich. Die Zusammenarbeit mit ihm ist wie ein Sechser im Lotto.“ Berndroth gab das Lob zurück: „Es sind sehr viele Leute, die es ehrlich mit dem OFC meinen, die sich nicht selbst profilieren wollen, die ehrliche Arbeit abliefern wollen.“ Für Barletta und Bochow könnte die Expertise von Berndroth, der auch als Chefscout fungieren wird, Gold wert sein. Die Unterschiede zwischen Alzenau und Offenbach bezeichnete er als enorm. „Das ist meine erste Station, bei der ich nur noch Trainer bin, darauf habe ich hingearbeitet“, betonte der Mann, der neben seinem Amt als Coach in Alzenau als AG-Leiter an der Offenbacher Friedrich-Ebert-Schule arbeitete. Auch „die Medienpräsenz sowie Spieler, die nur Fußball spielen“ werden neu sein.

OFC: Änderungen im Arbeitsablauf von Kickers Offenbach

Der 42-Jährige betonte, keine „Meisterphilosophie“ mitbringen zu wollen. „Ich werde immer auch die Spieler mit einbeziehen.“ Er kündigte aber Änderungen im Arbeitsablauf an. „Ich bin niemand, der die Jungs kasernieren will.“ Gemeinsames Frühstück oder alternative Trainingsformen wie unter Vorgänger Daniel Steuernagel lehnt er nicht ab. „Aber ich bin einer, der am liebsten auf dem Platz steht, viel mit dem Ball macht.“

Sobotzik charakterisierte Barletta als Trainer, dessen Weg stetig nach oben geht. „Für ihn ist der OFC der nächste, logische Schritt seiner Karriere.“ Als wichtige Ziele bezeichnete Barletta, die Mannschaft zu stabilisieren - und das Weiterkommen im Hessenpokal. „Aber dafür werde ich sicherlich nicht alles auf den Kopf stellen“, betonte er: „Je mehr ich verändere, umso mehr verunsichere ich die Jungs.“ Und genau das wollen die ziemlich guten Freunde, die den OFC in eine erfolgreichere Zukunft führen wollen, vermeiden.

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