Markus Müller: Wunschspieler kein Heilsbringer

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Markus Müller (links) in der Hinrunde im Wormser Trikot beim Kopfballduell gegen seinen jetzigen Mannschaftskollegen Klaus Gjasula.

Offenbach - Teil eins der Vorbereitung auf die Restsaison der Fußball-Regionalliga Südwest haben die Offenbacher Kickers hinter sich und dürfen noch bis Mittwoch regenerieren. Rico Schmitt gönnt den Spielern eine einwöchige „Erholungsphase“.

„Die haben sie sich verdient, sagt der Trainer mit Blick auf den „großen Umfang“ des bislang absolvierten Programms. Zweieinhalb Wochen dauerte Phase eins der „abwechslungsreichen und intensiven“ Vorbereitung. Neben Leistungstests und Training auf dem Platz standen auch ungewohnte Einheiten im Fitness-Studio an. Mit Spinning, Bodypump und Tae Bo wurden Grundlagen in Sachen Ausdauer gelegt. „Es geht darum, die Physis zu optimieren“, erklärt Schmitt und lobt seine Spieler: „Die Jungs haben insgesamt gut gearbeitet.“

Drei Testspiele haben die Kickers absolviert - jeweils gegen Mannschaften aus der Regionalliga West. Die Bilanz ist mit einem Sieg und zwei Niederlagen (1:5 Tore) ausbaufähig. 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach II, 1:0-Sieg bei Bayer Leverkusen II, 0:2 bei Viktoria Köln. „Wir haben gesehen, wo wir gut sind und woran wir noch arbeiten müssen“, meint Schmitt.

Ein Problem aus den bisherigen Ligaspielen verfolgt die Kickers weiter: Tore fehlen. Daran konnte bisher auch Winterzugang Markus Müller nichts ändern. Der 25 Jahre alte Mittelstürmer kam in allen drei Testspielen zum Einsatz, wartet aber noch auf seinen ersten Treffer im Kickers-Trikot. Das einzige Tor erzielte Baris Yakut eher zufällig, als Leverkusens Torwart an einem als Flanke gedachten Ball vorbeigriff.

Interview mit Markus Müller

Schmitt hat das Manko erkannt und lässt nun daran arbeiten. „In der Saure-Gurken-Zeit war offensichtlich, woran es hängt“, sagte der Trainer mit Blick auf die Phase, als in acht Punktspielen in Folge kein Sieg gelungen war. Die Partie beim 1.FC Kaiserslautern II sei symptomatisch gewesen. „Wir hatten 18:8 Chancen, haben aber 0:2 verloren“, sagt der Trainer. Mit Müller soll das nun besser werden, wobei Schmitt aber betont, dass der Ex-Zweitligaprofi (zwei Spiele für Aue) „kein Heilsbringer“ sei.

Der Neuzugang ist ein Wunschspieler von Schmitt, der ihn bereits vor der Saison verpflichten wollte. Müller wechselte aber zu Ligakonkurrent Worms. Weil er dort nicht glücklich wurde, griffen die Kickers in der Winterpause zu – zumal im Angriff Alternativen gefehlt hatten. „Wir hatten ohnehin gesucht“, betont Schmitt. Mit Müller sei man nun breiter aufgestellt – ohne den finanziellen Rahmen verlassen zu haben. Beim Gehalt habe Müller deutliche Abstriche gemacht. Vom neuen Stürmer, der in 67 Drittligaspielen für Babelsberg 16 Tore erzielt hatte (Schmitt: „Diese Quote muss er bei uns erstmal nachweisen“) erhofft sich der Trainer eine bessere Durchschlagskraft in der Luft. „Bislang waren Kopfballtore Mangelware.“ Das liege auch daran, dass die Standards oft nur „mäßig“ seien. Neben den Standards stehen in der zweiten Phase der Vorbereitung spielerische und taktische Elemente im Vordergrund. Das nächste Testspiel bestreiten die Kickers am Samstag (14 Uhr) bei Viktoria Aschaffenburg.

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