Kickers testen Angreifer Jochen Höfler

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Jochen Höfler

Offenbach ‐ Der Eine ist kein Kandidat, der Andere könnte einer werden: Wie Andreas Möller, Sportmanager der Offenbacher Kickers bestätigte, ist eine Rückkehr von Tufan Tosunoglu, der erst vor wenigen Wochen zum FSV Mainz 05 gewechselt war, dort aber bereits wieder aussortiert wurde, kein Thema. Von Christian Düncher

Dagegen könnte Jochen Höfler (29) eventuell den Platz einnehmen, der durch den Wechsel von Angreifer Ugur Albayrak zum türkischen Erstligisten Kayserispor frei geworden ist. Der ehemalige Aschaffenburger, der zuletzt beim Regionalliga-Aufsteiger RB Leipzig unter Vertrag stand, trainierte gestern zur Probe beim OFC mit. „Jochen Höfler kommt aus der Umgebung und ist vielleicht eine Option. Er ist sehr schnell, kann auch über Außen kommen und weiß, wo das Tor steht“, sagte Möller, schränkte aber zugleich ein: „Mal schauen, wie er sich präsentiert. Wenn sich das Gehalt im Rahmen dessen bewegt, was Ugur Albayrak verdient hat, könnte es etwas werden.“

Trainer Wolfgang Wolf gab sich ebenfalls zurückhaltend. „Mal abwarten, wir müssen nicht handeln“, betonte der 52-Jährige. „Der Kader ist gut und wird jede Woche besser. Wenn Jochen Höfler zu uns passt, ist es in Ordnung. Wenn nicht, halten wir weiter die Augen offen.“

Zuletzt trainierte er bei FC Carl Zeiss Jena mit

Höflers Vita spricht nicht unbedingt für die 3. Liga. Für den FSV Frankfurt erzielte er in der damals noch drittklassigen Regionalliga in 18 Spielen vier Tore, kam nach dem Aufstieg in die 2. Liga aber nicht mehr zum Einsatz. Ein Angebot der Kickers lehnte er seinerzeit ab, weil er sich in der 2. Liga durchbeißen wollte. Als das nicht klappte, wechselte er zu RB Leipzig in die Oberliga (30 Spiele, 14 Tore). Seine beste Zeit hatte er bei der U23 von Eintracht Frankfurt, für die er 2006/07 in 31 Hessenligaspielen 20 Tore erzielte. Zuletzt trainierte er zur Probe beim Drittligisten FC Carl Zeiss Jena mit.

Zur Personalie Tufan Tosunoglu stellte Möller unterdessen klar: „Er ist kein Thema mehr für uns. Wir haben mehrfach versucht, ihn zum Bleiben zu überreden, weil wir der Meinung waren, dass es nach seiner langen Verletzung der richtige Weg gewesen wäre. Wir haben bei ihm alle Türen eingerannt, die wir einrennen konnten, aber er hat sich anders entschieden. Mir war von Anfang an klar, dass er es nach der langen Pause schwer haben würde.“

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