Teil der Torhütertradition des OFC

Die Kickers trauern um Othmar Groh

Offenbach - „Auch im Spiel des Lebens ertönt irgendwann der Schlusspfiff. “ So stand es in der Traueranzeige, mit der sich die Angehörigen von Othmar Groh verabschiedet haben. Die Offenbacher Kickers trauern auch.

Denn Groh, der 81 Jahre alt wurde, war ein Teil der Torhütertradition des OFC. Er folgte 1960 auf Walter Zimmermann und war bei den Kickers bis 1963 die Nummer eins zwischen den Pfosten.

Der „echte Rödermarker“ spielte in Ober-Roden und Urberach, ehe es ihn zu Viktoria Aschaffenburg zog, wo er in der seinerzeit noch erstklassigen Oberliga und der 2. Liga das Tor hütete. In den 50er Jahren kam er zudem in der süddeutschen Auswahl zum Einsatz. Mit der Hessenauswahl holte er 1956 den DFB-Amateurländerpokal. „Er war ein riesen Torwart, spielte beim OFC aber in einer Zeit, als es nach dem Weggang von Trainer Paul Oßwald etwas bergab ging“, erinnert sich Erich Müller, der ehemalige Sportchef unserer Zeitung.

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Als Trainer war Groh unter anderem bei der Spvgg. 03 Neu-Isenburg tätig, mit der er 1968 die Endrunde der deutschen Amateurmeisterschaft erreichte, sowie beim FV 06 Sprendlingen. Er war es auch, der Karlheinz Volz zum OFC brachte, den Torhüter, der maßgeblich am größten Erfolg der Kickers, dem DFB-Pokalsieg 1970, beteiligt war. Othmar Groh lebte zuletzt in Weiskirchen. Dort wurde er nun auch beigesetzt.

cd

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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