Erfolgreichster Spieler der Vereinsgeschichte

Kickers trauern um Willi Keim

Offenbach - Die Offenbacher Kickers trauern um einen ihrer erfolgreichsten Spieler der Vereinsgeschichte. Willi Keim, 1950 und 1959 deutscher Vizemeister, verstarb am 15. Juli im Alter von 87 Jahren.

Willi Keim (Mitte) stoppt in einem Oberligaspiel 1954 Max Morlock (1. FC Nürnberg). rechts Georg Kemmerer (OFC).  

„Er war ein echter Kapitän, der sich sehr für die Jugend einsetzte“, meinte OFC-Ehrenspielführer Hermann Nuber: „Und er war ein echter Offenbacher und ein Typ, den man heute kaum mehr findet.“ Nuber stand mit Keim in der OFC-Elf, die am 28. Juni 1959 im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 3:5 gegen Eintracht Frankfurt unterlag. Der klassische Außenläufer mit defensiven Qualitäten hatte 1943 während des Zweiten Weltkrieges als 16-Jähriger in der ersten Mannschaft der Kickers debütiert. 1950 erreichte er erstmals das Finale um die deutsche Meisterschaft. Am 25. Juni unterlag er mit dem OFC dem VfB Stuttgart 1:2. Das zweite Finale 1959 war Keims letzter Auftritt als Spieler.

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Nach 378 Partien (7 Tore) begann er seine zweite Karriere als Trainer, war dabei auch Assistent von OFC-Coach Paul Oßwald. Später trainierte Keim unter anderem FV Sprendlingen, 1. FC Langen, Spvgg. 03 Neu-Isenburg. Beruflich verschlug es den gelernten Portefeuiller aus der Lederbranche in das Offenbacher Versicherungsamt, das er lange Jahre leitete. Willi Keim wird am 29. Juli (11.45 Uhr) auf dem Hainstädter Friedhof beigesetzt.

jm

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