Positive Signale bei Schulte, Röser fraglich

Die Kickers zwickt es in der Leiste

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Offenbach - Regio inguinalis, so nennen Mediziner die große Problemzone der Offenbacher Kickers. In der Leistengegend hat es in dieser Saison gefühlt bereits jeden zweiten Spieler gezwickt. Alleine aktuell plagen dort drei Akteure Schmerzen. Von Christian Düncher 

Es ist der häufigste Grund für Ausfälle beim OFC: Leisten- beziehungsweise Adduktorenprobleme. Rico Schmitt macht daraus keinen Hehl. „Wir sind diesbezüglich leidgeprüft“, gibt der Trainer der Offenbacher Kickers zu und stellt klar: „Leistenprobleme sind nicht zu unterschätzen.“ Das zeigt vor allem der Fall Marcel Wilke. Der 25-jährige Innenverteidiger wurde im Sommer an der Leiste operiert, hat inzwischen aber wieder so starke Schmerzen, dass er seit Wochen nur leichtes Lauftraining absolvieren kann und sogar um die Fortsetzung der Karriere bangt. Seinem Ersatzmann erging es kurioserweise ähnlich. Als Wilke ausfiel, rückte Dennis Schulte von links ins Abwehrzentrum. Im Winter musste er an der Leiste operiert werden. Sieben Spiele absolvierte er danach. Dann traten abermals Schmerzen auf – in der Regio inguinalis.

Immerhin: Seit Anfang dieser Woche trainiert Schulte wieder mit der Mannschaft. „Das ist eine positive Nachricht – vor allem für ihn persönlich“, sagt Schmitt, gibt sich aber noch zurückhaltend. „Dennis war richtig angeschlagen“, betont der Trainer. Man müsse erst abwarten, wie der Körper auf die Belastungen im Training reagiert. „Wir arbeiten nun mit der medizinischen Abteilung daran, ihn wieder spielfähig zu bekommen. Die Idee geht in die Richtung, dass er schon am Samstag wieder zum Einsatz kommt.“

Wenn Sport schmerzt: So fies kann Training sein

Dann erwarten die Kickers die Reserve des Erstligisten 1899 Hoffenheim zum letzten Liga-Heimspiel der Saison. Schulte, der sowohl links als auch zentral in der Abwehr spielen kann, soll auch mit Blick auf die Relegation Spielpraxis sammeln. Gleiches gilt für Martin Röser, der nach einem kleinem Tief zuletzt wieder eine aufsteigende Form zeigte, beim jüngsten 1:0-Erfolg gegen Trier jedoch ausgewechselt werden musste – mit Schmerzen in der Regio inguinalis. Unter anderem Denis Mangafic und Gabriel Gallus hatten in der Vergangenheit ähnliche Probleme. Mangafic hat sie überwunden, Gallus kämpft sich gerade langsam zurück.

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