Neun-Punkte-Abzug bleibt bestehen

Schock für die Kickers: „Die Klage ist abgewiesen“

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Christopher Fiori (links) und Helmut Spahn verlassen den Verhandlungssaal.

Frankfurt/Offenbach - Schock für den OFC: Bei der Verhandlung vor dem Schiedsgericht erhielten die Offenbacher die erhofften neun Punkte nicht zurück.

„Die Klage ist abgewiesen“: Mit diesen Worten beendete Dietmar Artzinger-Bolten, Vorsitzender des Ständigen Schiedsgerichts der Fußball-Regionalliga Südwest, gestern am späten Nachmittag in einem Konferenzzimmer eines Frankfurter Hotels alle Hoffnungen der Offenbacher Kickers. Der OFC wird die erhofften neun Punkte nicht zurückerhalten. Die Begründung für das gefällte Urteil geht den Offenbachern in schriftlicher Form zu. Die Kickers waren wegen der Beantragung eines Insolvenzverfahrens mit dem Punktabzug bestraft worden, hatten nach ihrer wirtschaftlichen Rettung und der Rücknahme des Insolvenzantrages aber gegen die Strafe geklagt.

„Es ist sauber und fair abgelaufen, auch wenn wir uns natürlich ein anderes Ergebnis gewünscht hätten. Wir warten jetzt auf die schriftliche Begründung und werden dann beraten, ob wir dagegen vorgehen“, sagte ein enttäuschter, aber auch gefasst wirkender OFC-Präsident Helmut Spahn direkt nach der Verhandlung noch in den Gängen des Hotels. Nächste Instanz wäre wohl ein ordentliches Gericht, so Spahn. Die Verhandlung hatte zuvor gegen 16.15 Uhr mit viertelstündiger Verspätung begonnen und knapp drei Stunden angedauert. Beide Parteien, die Vertreter der Offenbacher Kickers und die der Regionalliga, trugen ihre zuvor bereits schriftlich festgehaltenen Positionen noch einmal vor, anschließend zog sich das Schiedsgericht für zehn Minuten zurück, um dann das Ergebnis zu präsentieren.

Die komplette Verhandlung können Sie im Ticker nachlesen

Nach dem Urteil bleibt der OFC mit 30 Punkten als Tabellen-14. der Regionalliga Südwest weiter vom Absturz in die fünfte Liga bedroht. „Wir dürfen nicht mehr darauf hoffen, dass wir irgendwas wiederbekommen, sondern müssen das jetzt sportlich lösen“, forderte Spahn. Am Mittwochabend tritt die Mannschaft von Trainer Oliver Reck beim Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, dem 1. FC Kaiserslautern, an. Einen ausführlichen Bericht zur Verhandlung sowie einen Kommentar lesen Sie morgen in der gedruckten Ausgabe der Offenbach-Post sowie auf op-online.de. (dpa/dani)

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