Kleineheismann in der großen Welt

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Kürzlich im Testspiel noch Gegner, künftig Kollegen: Stefan Kleineheismann (Mitte) und Daniel Gunkel (rechts) spielen kommende Saison zusammen beim OFC. Olivier Occean (links) ging den umgekehrten Weg - vom OFC nach Fürth.

Offenbach - Ungeduld ist eine seiner negativsten Eigenschaften, sagt Stefan Kleinheismann über sich. Positiv für Kickers Offenbach. Die Abneigung des 23-Jährigen gegen langes Warten hat nämlich dazu geführt, dass er von der SpVgg Greuther Fürth II zum OFC gewechselt ist. Von Christian Düncher

„Fürth hätte gerne mit mir verlängert. Es stand jedoch die ganze Zeit nicht fest, ob ich zum Profi- oder Amateurkader gehören soll“, erklärt Kleineheismann. „Mir hat da eine klare Aussage gefehlt. Daraufhin habe ich den Verein gewechselt.“

Was äußerst konsequent klingt, ist dem gelernten Innenverteidiger nicht leicht gefallen, zumal der gebürtige Fürther „das erste Mal weg von zu Hause“ sein wird. „Ich hatte hier schöne Jahre und habe eine gute Ausbildung genossen. Es war nun aber an der Zeit, die große weite Welt kennen zu lernen.“ Zumal er bei der SpVgg Greuther Fürth für sich bereits seit einiger Zeit keinen Fortschritt sah.

„Bei den Profis habe ich nie gespielt“, so Kleineheismann. „Ich war zwar zweimal im Winter beim Trainingslager dabei und habe in der 2. Liga sechs oder sieben Mal auf der Bank gesessen. Einsätze habe ich jedoch leider nicht geschenkt bekommen.“

Nur in Freundschaftsspielen stand der OFC-Zugang für die erste Mannschaft der Fürther auf dem Platz. So auch Ende März, als die Franken gegen Offenbach testeten. Damals war Kleineheismann als einer von nur drei Spielern aus dem Kader der zweiten Mannschaft dabei. „Ich durfte durchspielen“, erinnert sich der Verteidiger.

Nach der Partie stellte der damalige OFC-Sportmanager Andreas Möller den ersten Kontakt her. Obwohl die sportliche Leitung der Kickers inzwischen eine komplett andere ist, sei die Verbindung nie abgebrochen, betont Kleineheismann, der nach eigener Aussage auch andere Angebote aus der 3. Liga hatte. „Ich denke aber, dass der Schritt, nach Offenbach zu gehen, genau richtig für mich war“, sagt der Abwehrspieler. „Das ist ein ambitionierter Verein, und der Sportkoordinator der Kickers, Ramon Berndroth, kennt mich aus der Regionalliga. Es war Zeit für mich, den nächsten Schritt zu machen und es weiter oben zu versuchen. Ich will so viele Spiele wie möglich für den OFC machen.“

Am Samstag spielt Kleineheismann aber noch einmal mit Fürth II in der Regionalliga. Danach wird er nach Offenbach ziehen. Ungeduldig wie er ist, hat er sich bereits eine Wohnung gesucht.

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