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Kommentar: Aktionsspieltag Klimaschutz vom DFB konterkariert

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Von: Christian Düncher

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In der ersten Pokalrunde wollte der DFB eigentlich auf ein wichtiges Thema aufmerksam machen. Auch Kickers Offenbach und Fortuna Düsseldorf beteiligten sich daran. Doch ausgerechnet der Verband lässt es an Glaubwürdigkeit vermissen. Ein Kommentar:

Ja, der DFB hat einiges getan, um auf den „Aktionsspieltag Klimaschutz“ aufmerksam zu machen. Es gab vor der ersten Pokalrunde Pressemitteilungen, die symbolträchtige Verlegung der Anstoßzeiten um eine Minute, Ankündigungen in den Stadien und zudem eine Aktion zur Papiervermeidung: Die Mannschaftsaufstellungen, die sonst ausgedruckt im Presseraum ausliegen, gab es diesmal digital - per QR-Code. In Offenbach setzten zudem die Kickers und Fortuna Düsseldorf ein gemeinsames Zeichen für mehr Nachhaltigkeit, indem sie 1000 Pakete Blumensamen verteilten.

So weit, so gut. Wäre da nicht der konterkarierende Hinweis des DFB gewesen, dass das Flutlicht ab 16 Uhr eingeschaltet sein muss. Zwei Stunden vor dem Anpfiff. Im August wohlgemerkt, wenn die Sonne nicht vor 21 Uhr untergeht. Andernorts galt das am Tag zuvor sogar für 13-Uhr-Spiele. Wäre es da nicht ein starkes, glaubwürdiges Zeichen gewesen, am „Aktionsspieltag Klimaschutz“ - in Abstimmung mit den TV-Sendern - komplett auf Ansetzungen am Abend zu verzichten? Das hätte aber weniger Einnahmen für alle Seiten bedeutet. Und wenn es ums Geld geht, hört die Begeisterung für den Klimaschutz schnell auf. Leider. Aber nicht nur der DFB sollte sich hinterfragen. Vielerorts fackelten die Anhänger reichlich Pyrotechnik ab. Die Feinstaubbelastung lässt grüßen. (Von Christian Düncher)

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