Ex-OFC Geschäftsführer verurteilt

Kommentar zum Fall Kalt und Hambückers: Mahnende Beispiele

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Ex-OFC-Geschäftsführer Thomas Kalt (links) und Jörg Hambückers.

Gewinner gab es bei der Insolvenz der Offenbacher Kickers nie. Stattdessen viele Verlierer: enttäuschte Fans, geprellte Investoren und Institutionen wie den Fiskus, die im Insolvenzverfahren ab 2013 viel Geld verloren. Von Jörg Moll

Nun reihen sich auch Thomas Kalt und Jörg Hambückers in diese Liste ein. Die ehemaligen Geschäftsführer der 2010 gegründeten Profi GmbH wurden für Fehler, Versäumnisse und Vergehen mit Bewährungsstrafen zur Rechenschaft gezogen.

Kalt und Hambückers gehen als mahnende Beispiele in die Historie des OFC ein. Sie waren Getriebene überhöhter Erwartungen. In diesem Sog verloren sie erst Maß und dann Überblick. Um zu retten, was laut Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft schon seit Mitte 2009 nicht mehr zu retten war, versuchten sie auf immer waghalsigere Art, Geld zu beschaffen. Stets unter der Maxime: In der Zukunft wird alles besser.

An dieser Grundhaltung hat sich nichts geändert. Das zeigt das ausgerufene Ziel Aufstieg des gerade zurückgetretenen Präsidenten Helmut Spahn. Dabei müsste das Schicksal von Kalt/Hambückers Warnung genug sein, sich nicht mehr treiben zu lassen. Der OFC könnte ein Stück Glaubwürdigkeit zurückerlangen, wenn er sich mit der Realität abfindet. Die heißt seit 2013 eben Regionalliga Südwest.

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