Hart, aber gerecht

Kommentar zur DFB-Strafe für den OFC

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Jochen Koch

Offenbach - Wer gegen Bewährungsauflagen verstößt, muss mit einer harten Strafe rechnen. Deshalb ist das Urteil nach dem Platzsturm und die Strafe gegen die Offenbacher Kickers gerecht. Immerhin dürfen noch 3500 Offenbacher Zuschauer ins Stadion. Von Jochen Koch

Damit hat der DFB eine goldene Brücke gebaut. Denn bei weniger Zuschauern hätte der OFC möglicherweise Dauerkarteninhaber draußen lassen und dafür zusätzlich Entschädigung zahlen müssen. Dennoch kommt die Strafe die Kickers teuer zu stehen. Der Einnahmeverlust dürfte im mittleren fünfstelligen Bereich liegen. Weniger Zuschauer bei einem Punktspiel als die 3500 am 8. August hatten die Kickers vor elf Jahren, am 5. Juni 2004 sahen 3100 zahlende Besucher die 1:2-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim.

Zuschauer-Ausschreitungen und Trauer beim OFC: Bilder

Wieder einmal müssen ein Verein und viele „normale“ Fans für wenige Dummköpfe büßen. Diese Minderheit bekommt kein Verein ganz in den Griff, selbst Bundesligisten mit ihrem riesigen Sicherheitsapparat nicht. Der 1. FC Magdeburg wagt einen neuen Versuch, gewaltbereite Fans zu disziplinieren. Sollten die Magdeburger Fans Randale anzetteln und das Spiel wird unterbrochen, dann will die Mannschaft in der Kabine bleiben, und auf die Punkte verzichten. Ein ungewöhnlicher Vorschlag, die Fans zu erziehen. Aber einen Versuch ist es sicher wert.

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Platzsturm in der Relegation: Was halten Sie von der DFB-Strafe für den OFC?
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Die Strafe ist hart, aber absolut gerecht.
39.09%
Die Strafe ist zu milde. Der OFC hat Glück, dass er ohne Geisterspiel davon gekommen ist.
20.11%

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