Schmitt vor Abschied

Kommentar: Schwere Zeiten für den OFC

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Rico Schmitt

Offenbach - Was sich am Sonntag angedeutet hatte, hat Rico Schmitt gestern mit seinem Schweigen zu seiner Zukunft nochmal bekräftigt. Es sieht ganz nach einem vorzeitigen Abschied des Trainers von Kickers Offenbach aus. Von Jochen Koch

Als Schmitt im März 2014 massiv in der Kritik stand, hat er sich immer zum OFC bekannt. Als er im Sommer Anfragen von Carl Zeiss Jena und Dynamo Dresden vorliegen hatte, hat Schmitt immer drauf verwiesen, dass er seinen Vertrag in Offenbach erfüllen wolle und werde. Dass er sich jetzt trotz eines Vertrags bis 30. Juni 2016 nicht zu seiner Zukunft äußert, lässt auch in der Mannschaft viele an einen Abschied von Schmitt glauben.

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Schmitt hat in den zwei Regionalliga-Jahren in Offenbach großartige Arbeit geleistet. Er hat diesen im Sommer 2013 mausetoten Verein wiederbelebt, stabilisiert, fit gemacht und zur Meisterschaft geführt. Aber Schmitt weiß auch, was ihn nächste Saison in Offenbach erwarten würde. Die mit überragenden 79 Punkten errungene Meisterschaft ist schon Vergangenheit, für die man sich nichts kaufen kann. Stattdessen müsste Schmitt wieder eine neue Mannschaft aufbauen. Während der Etat reduziert werden muss (es fehlen Pokaleinnahmen), werden die Erwartungen gleich hoch bleiben.

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Für den OFC würde ein Trainerwechsel die Probleme massiv verschärfen. Niemand weiß, welche Spieler zur Verfügung stehen, das Präsidium kämpft gegen eine Insolvenz des Vereins. Wenn dann noch die sportliche Kompetenz für die Planung der neuen Saison fehlt, geht der OFC wieder einmal ganz schweren Zeiten entgegen.

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