Schütteln und Lehren ziehen

Kommentar zur Niederlage des OFC

Die Geschichte des OFC ist um ein Drama reicher. Wieder mal hatte der Klub, der so oft totgesagt war, eine Aufbruchstimmung erzeugt und gegen Mannheim die Massen elektrisiert. Von Jörg Moll

13231 Zuschauer sahen einen aufopferungsvoll kämpfenden OFC, der nicht traf und kurz vor Schluss den Tiefschlag des 0:1 kassierte. Drei Jahre nach dem Scheitern in den Aufstiegsspielen gegen Magdeburg müssen sich Verantwortliche, Spieler und Fans wieder nach einer großen Enttäuschung schütteln. „Steht auf, wenn ihr Kickers seid“ - der Slogan hat wieder Konjunktur. Statt Drittliga-Träumen müssen die Verantwortlichen mit der sechsten Saison in der Regionalliga planen, in der dann nur der Meister aufsteigt.

Wichtig wird sein, welche Lehren gezogen werden. Bei allem Engagement fehlt dem OFC in vielen Bereichen ein Tick zur Spitzenmannschaft. Ein Tick Abgeklärtheit in brenzligen Situationen, Leader, die vorangehen. Ein Schuss mehr Überzeugung, als Sieger vom Platz zu gehen. Offenkundig ist auch: Die Zugänge in der zweiten Saisonhälfte brachten den Klub nicht voran. Luca Dähn spielte keine Rolle, Grgo Zivkovic und Francesco Lovric waren Ergänzungen, keine Verstärkungen.

Das OFC-Zeugnis gegen Waldhof Mannheim

Bei allem Frust besteht aber kein Grund, alles über den Haufen zu werfen. Die Kunst liegt darin, an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Nicht zuletzt auch in der Trainerfrage.

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